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Beim parallel stattfindenden Friedensfest verlief alles ruhig.

Mit Bierbechern beworfen

Polizisten und Journalisten bei Rechtsrockkonzert attackiert - Video zeigt Angriff

Am Samstagabend sind bei einem rechten Rockkonzert Journalisten und Polizisten attackiert worden. Es wurden sechs Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Ostritz - Bei einem Rechtsrockkonzert in Ostritz (Sachsen) sind am Samstagabend Polizisten und Journalisten attackiert worden. Sie wurden mit gefüllten Bierbechern beworfen und mit einem Feuerlöscher besprüht, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Es wurden sechs Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Vorwürfe lauten auf Sachbeschädigung, Volksverhetzung, Beleidigung sowie Verstöße gegen das Waffen- und Versammlungsgesetz.

Zudem wird wegen des Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole ermittelt. Medienvertreter und Polizisten hatten Sieg-Heil-Rufe aus dem Versammlungsraum gehört. Die weiteren Ermittlungen werden vom Dezernat Staatsschutz der Görlitzer Kriminalpolizeiinspektion geführt.

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Die Polizei war mit rund 300 Beamten im Einsatz

Nach Angaben der Polizei waren am Samstagabend etwa 500 Menschen bei dem Konzert und der rechtsmotivierten Versammlung in Ostritz. Die Polizei war mit rund 300 Beamten im Einsatz. Beim parallel ausgerichteten Ostritzer Friedensfest, bei dem mehr als 2000 Menschen ein Zeichen für Weltoffenheit und gegen Rechtsextremismus setzten, stellte die Polizei dagegen keine Straftaten fest.

In einem Video auf YouTube, das an dem Abend aufgenommen worden sein soll, ist zu sehen, wie die filmende Person attackiert wird. Auch wie mehrere Polizisten versuchen die Situation zu deeskalieren ist zu sehen. Leider hat das Video keine Tonspur.

dpa/md

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