Sachsen

Polizisten und Journalisten bei Rechtsrockkonzert angegriffen

Besucher eines Rechtsrockkonzerts in Ostritz rufen „Sieg Heil“ und werfen Bierbecher nach Polizisten und Journalisten. Nun ermitteln die Behörden.

Bei einem Rechtsrockkonzert im sächsischen Ostritz sind Polizisten und Journalisten von Teilnehmern angegriffen worden. Sie wurden am Samstagabend mit gefüllten Bierbechern beworfen und mit einem Feuerlöscher besprüht, wie die Polizei Görlitz mitteilte. Es wurden demnach sechs strafrechtliche Ermittlungsverfahren eingeleitet. Während der Veranstaltung sollen Teilnehmer auch "Sieg Heil" gerufen haben.

Die Journalisten gingen laut Polizei zusammen mit Beamten in das Versammlungszelt, nachdem ihnen zunächst der Zugang verwehrt worden war. Sie verließen dies danach wieder.

Die Polizei leitete strafrechtliche Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung, Volksverhetzung, Beleidigung sowie Verstößen gegen das Waffen- und Versammlungsgesetz ein. Zudem wurden Ermittlungen gegen Unbekannt wegen des Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole eingeleitet.

Ein Friedensfest in Ostritz seit Donnerstagabend verlief dagegen laut Polizei ohne Zwischenfälle. Die Veranstalter wollten damit ein Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz setzen. (afp)

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