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Proteste gegen Rassismus in den USA
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Ein Demonstrant steht im September 2020 bei einem Protest vor der South Los Angeles Sheriffs Station. Die Demonstranten fordern Gerechtigkeit nach dem Tod von Anthony Weber and Dijon Kizzee

Rassismus in den USA

Er stand mit Sandwiches auf der Straße: Polizei in den USA soll Schwarzen regelrecht „exekutiert“ haben

  • vonJoel Schmidt
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In Columbus erschießt die Polizei den 23-jährigen Schwarzen Casey Goodson. Die Stadt in den USA ist schon häufiger durch Polizeigewalt und Rassismus aufgefallen.

  • In der Stadt Columbus erschießt ein Polizist den 23-jährigen Schwarzen Casey Goodson.
  • Die Bundespolizei FBI untersucht den Fall in Columbus.
  • Der Vorfall reiht sich in eine Reihe der Polizeigewalt und Rassismus gegen Schwarze in den USA ein.

Washington - Bei einem Polizeieinsatz in den USA ist erneut ein Schwarzer Mann getötet worden. Der 23-jährige Casey Goodson kam am Freitag (04.12.2020) von einem Zahnarzttermin nach Hause, in seinen Händen hielt er Sandwiches für seine Familie, als er im Rahmen einer Fahndung im US-Bundesstaat Ohio in der Stadt Columbus von einem Polizisten vor seiner eigenen Haustür erschossen wurde.

Polizeigewalt und Rassismus in den USA: Tod eines Unbeteiligten in Columbus

Wie die Polizei in Columbus nach dem Tod des 23-Jährigen mitteilte, habe es sich bei dem Getöteten allerdings nicht um die im Rahmen ihrer Fahndung gesuchte Person gehandelt. Das US-Justizministerium teilte daher am Dienstag (08.12.2020) mit, dass die Bundespolizei FBI aufgrund der Tötung eines Unbeteiligten die Aufarbeitung des Polizeieinsatzes in Columbus untersuchen werde.

Erneuter Fall von Polizeigewalt und Rassismus in den USA: Familie erhebt schwere Vorwürfe

Indessen erheben die Anwält:innen der Familie des Verstorbenen Casey Goodson schwere Vorwürfe gegen die Polizei in Columbus. In einem Statement teilten sie mit, dass Casey Goodson von einem Polizisten erschossen wurde, als er gerade dabei gewesen sei seine eigene Haustür aufzuschließen.

Polizeigewalt und Rassismus in den USA: Kleinkinder und Großmutter als Zeugen

Wie die Anwält:innen einräumen, habe Casey Goodson zwar eine Waffe getragen, jedoch besitze er für diese auch eine entsprechende Lizenz. Nach Informationen der Deutschen Nachrichten-Agentur „DPA“ war der 23-Jährige weder vorbestraft, noch zuvor Gegenstand laufender Ermittlungen der Polizei gewesen. Zeug:innen des Vorfalls sollen Goodsons 72-jährige Großmutter und zwei Kleinkinder gewesen sein.

Polizeigewalt gegen Schwarze in Columbus: Black Lives Matter sieht Kontinuität des Rassismus

Der US-Fernsehsender „CNN“ spricht von mehreren Schwarzen Männern und Jugendlichen, die in den vergangenen Jahren in der Stadt Columbus infolge von rassistisch motivierter Polizeigewalt ums Leben gekommen seien. Innerhalb der vergangenen vier Jahre zählt der Sender allein vier Schwarze Jungen und Männer auf, die von der Polizei getötet worden seien. Darunter auch der Fall des 13-jährigen Tyre King, der im September 2016 von einem Polizisten erschossen wurde.

Dem Sender „CNN“ gegenüber äußerten Aktivist:innen der Bewegung Black Lives Matter, dass das Thema Polizeigewalt gegenüber Schwarze in der Stadt Columbus bereits seit langem ein großes Problem sei. In einem Interview mit dem Radiosender „Breakfast Club“ spricht ein Anwalt der Familie zudem davon, dass den 23-jährigen Casey Goodson drei Kugeln in den Rücken getroffen haben sollen. Im Beisein der Mutter des getöteten Casey Goodson spricht er daher von einer „Exekution“.

Rassismus in den USA: Seit dem Frühjahr gibt es heftige Proteste gegen Polizigewalt

In den USA ist es in diesem Jahr immer wieder zu heftigen Protesten wegen Polizeigewalt gegen Schwarze gekommen. Prominentestes Opfer war George Floyd, der Ende Mai 2020 bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota getötet worden war. Unter dem Motto „Black Lives Matter“ kam es danach in den USA monatelang zu Massendemonstrationen gegen Polizeigewalt und Rassismus, die teils von Ausschreitungen überschattet wurden. (Joel Schmidt mit Agenturen)

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