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Nach einem Messerangriff ist die Bourke Street in Melbourne gesperrt.

Bourke Street

Polizei wertet Messerattacke in Melbourne als Terrorangriff

Nach einem Messerangriff in Melbourne gibt es einen Toten und mehrere Verletzte. Auch der mutmaßliche Täter ist gestorben. Der IS reklamiert die Tat für sich.

In der australischen Millionen-Metropole Melbourne hat ein Somalier mehrere Menschen mit einem Messer angegriffen und einen davon getötet. Die australische Polizei wertete die Attacke am Freitag als Terrorakt. Die radikal-islamische IS-Miliz reklamierte die Tat für sich. Einer ihrer Kämpfer habe eine Messerattacke in Melbourne ausgeführt, teilte der sogenannte Islamische Staat (IS) über sein Sprachrohr, die Nachrichtenagentur Amak mit. Beweise legte der IS nicht vor.

Der Angreifer sei im Stadtzentrum Melbournes von Polizisten niedergeschossen worden und später im Krankenhaus gestorben, nachdem er insgesamt drei Personen attackiert habe, teilte die australische Polizei mit.

Sein Auto sei mit Gasflaschen beladen gewesen und habe Feuer gefangen. Der Mann sei Somalier und habe familiäre Beziehungen zu Personen gehabt, „die uns wohlbekannt sind“, sagte Kommissar Graham Ashton von der Polizei des australischen Bundesstaates Victoria.

Die von Geschäften gesäumte Bourke Street, in der sich der Vorfall ereignete, war schon im Januar 2017 in die Schlagzeilen geraten, als ein Mann seinen Wagen in eine Menschenmenge gesteuert und dabei sechs Personen getötet und rund 30 verletzt hatte. Ein extremistischer Hintergrund wurde damals ausgeschlossen. (rtr)

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