+
Großaufgebot der Polizei am 1. Mai in Thüringen.

Demonstrationen zum 1. Mai

Polizei setzt gegen linke Protestierende in Erfurt Schlagstöcke und Pfefferspray ein

Die Polizei spricht von „Ausschreitungen“ in Erfurt und setzt Schlagstöcke und Pfefferspray  gegen Linke ein.  Teilnehmer von DGB-Demonstration durchbrechen Absperrungen

Am Rande von Kundgebungen linker und rechter Demonstranten ist es in der thüringischen Hauptstadt Erfurt am Mittwoch vereinzelt zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Wegen eines Versuchs, die Polizeiabsperrung zwischen beiden Lagern zu durchbrechen, gingen Polizisten nach offiziellen Angaben mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen linke Protestierende vor. 

Diese kamen demnach aus den Reihen der Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), der sich offenbar auch andere Gruppen angeschlossen hatten. Bei dem Vorfall wurde ein Polizist verletzt. Ein weiterer Beamte erlitt bei einem weiteren sogenannten Durchbruchsversuch leichte Verletzungen durch einen tritt. Insgesamt war von vier verletzten Polizisten die rede. 

Mehrere Tausend demonstrieren gegen die AfD

Darüber hinaus wurden 13 Anzeigen wegen Sachbeschädigung und Widerstands gegen Beamte aufgenommen. Ein Anfangsverdacht bezüglich weiterer Straftaten, insbesondere wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz, werde geprüft. Unter anderem hatten Demonstranten laut Polizei auch Steine aufgehoben. 

In Erfurt sowie in verschiedenen Städten Sachsens demonstrieren am Mittwoch linke und rechte Gruppierungen. Zu einem Aufmarsch der AfD kamen in Erfurt nach Schätzungen örtlicher Medien vor Ort etwa 500 Menschen, der DGB und linke Organisatoren versammelten demnach gemeinsam mehrere tausend Teilnehmer. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. 

In Sachsen wurde unter anderem in Leipzig, Plauen und Chemnitz demonstriert. In Plauen gab es Kritik daran, dass rechte Demonstranten sogenannte Signalfackeln abbrannten. Laut Polizei hatte die Versammlungsbehörde dies allerdings für den Beginn und das Ende der Versammlung genehmigt. Die Leipziger Polizei meldete einen ruhigen Einsatzverlauf. (afp)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare