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Aufmarsch von Rechtsradikalen in Dortmund-Dorstfeld.

Extremismus

Polizei registriert weniger Delikte von Linksextremen - Rechtsextreme Straftaten bleiben konstant

Im linksextremistischen Bereich wurden etwas mehr als 1300 Gewaltdelikte gezählt. Neonazis und andere Rechte sollen 2018 etwas mehr als 20 000 Straftaten verübt haben.

Die Polizei hat 2018 einem Bericht zufolge deutlich weniger Straftaten von Tätern aus dem linksextremistischen Milieu gezählt als im Jahr davor. Die Straftaten von Rechtsextremisten seien im Jahresvergleich hingegen unverändert hoch geblieben, berichtete der Berliner „Tagesspiegel“ (Samstagsausgabe) unter Berufung auf Sicherheitskreise. 

Bundesweit seien 2018 im linksextremistischen Bereich etwas mehr als 1300 Gewaltdelikte gezählt worden, berichtete das Blatt. Im Jahr davor seien noch 1967 solcher Delikte gezählt worden. Auch bei des Gesamtzahl aller von Linksextremisten begangenen Straftaten gab es einen Rückgang – von 9752 Taten im Jahr 2017 auf etwas mehr als 7000 im vergangenen Jahr. 

Die Sicherheitsbehörden führen den Rückgang linker Kriminalität 2018 laut „Tagesspiegel“ vor allem auf das Fehlen eines „Großereignisses“ zurück – wie etwa des Hamburger G20-Gipfels 2017, als es tagelange Krawalle gab. Grund zur Entwarnung sähen sie aber nicht. Bei den rechten Straftaten registrierte die Polizei dem Bericht zufolge keine größere Veränderung. 

Neonazis und andere Rechte hätten 2018 etwas mehr als 20 000 Straftaten verübt. Für 2017 hatte die Polizei 20 520 rechte Delikte gemeldet. Bei den Gewalttaten gab es 2018 eine geringe Zunahme im Vergleich zu den 1130 Gewaltdelikten, die die Polizei im Vorjahr registriert hatte. Offiziell sollen die neuen Zahlen zur politisch motivierten Kriminalität am kommenden Dienstag von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und dem Präsidenten des Bundeskriminalamts, Holger Münch, vorgestellt werden. (afp)

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