Nach Bonn und Berlin

Politische Bildung zieht gen Osten

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Die Bundeszentrale baut einen dritten Standort auf.

Die Bundeszentrale für politische Bildung will nach Bonn und Berlin einen dritten Standort in Ostdeutschland errichten. Das kündigte ihr Präsident Thomas Krüger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) an. „Wir bekommen 58 zusätzliche Stellen, davon entfallen elf Stellen auf einen neuen Fachbereich mit einem Standort in den östlichen Bundesländern, entweder in Cottbus oder in Halle“, sagte er.

Dieser Fachbereich habe die Aufgabe, „bundesweit Fragen politischer Bildung in den Sozialräumen zu behandeln“, so Krüger. Räume also, „in denen Transformation stattfindet, in denen also keine Kohle mehr abgebaut wird, oder in ehemaligen Industrielandschaften wie Leuna, Halle oder Bitterfeld, die verwandelt werden müssen in Dienstleistungsregionen“. Die Bundeszentrale wolle Konzepte entwickeln, wie man „diesen Wandel mit einem positiven Effekt für eine demokratische und offene Gesellschaft unterstützen“ könne. „Das Problem ist, dass bestimmte politische Debatten in urbanen Räumen als selbstverständlich gelten und sich die ländlichen und vom Strukturwandel betroffenen Räume verlassen fühlen“, betonte Krüger. „Dem möchten wir entgegenwirken.“

Dabei wolle die Bundeszentrale „durch den Standort Ostdeutschland die ostdeutsche Perspektive stärken“. Sie schreibe damit die Initiative von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) fort, mehr Behörden in Ostdeutschland anzusiedeln. Die Bundeszentrale mit Hauptsitz in Bonn und einer Außenstelle in Berlin verfügt derzeit über 252 Stellen – doppelt so viele wie vor sieben Jahren. Mit den 58 zusätzlichen werden es dann 310 Stellen sein.

Nach dem Erstarken der AfD vor allem in den ländlichen Regionen Ostdeutschlands setzt die Politik vermehrt darauf, staatliche Einrichtungen in diesen Bundesländern anzusiedeln.

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