Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Polen sucht Partner für Irak-Truppe

Erst drei Viertel der internationalen Besatzungseinheit steht

Von Thomas Roser (Warschau)

Zumindest der Anfahrtsweg der künftigen Besatzungstruppe nach Irak ist bereits bekannt: Sorgfältig hatte die Presseabteilung des polnischen Verteidigungsministeriums die Reiseroute der Truppen in den Nahen Osten blau gestrichelt auf eine Europakarte eingezeichnet. Ansonsten berichtete Verteidigungsminister Szmajdzinski am Mittwoch bei der Präsentation der Ergebnisse der Warschauer Konferenz der Truppensteller kaum Neues. Vergangene Woche berieten Militärexperten aus 20 Staaten über den Aufbau der multinationalen Truppe unter polnischem Kommando.

Welche Staaten sich an der polnisch geführten Division beteiligen werden, ist noch unbekannt. "Zu 75 Prozent" sei die Division bereits "voll", sagte der Minister. Er weigerte sich, neben der Ukraine und Bulgarien weitere Nationen zu nennen, die Truppen stellen, da er die Entscheidung der Partner "nicht stören" wolle.

Die verringerte Sollgröße der Division und der vergrößerte Anteil des polnischen Kontingents deuten aber darauf hin, dass Warschau Schwierigkeiten hat, die internationale Einsatztruppe für Polens geplante Besatzungszone in Irak termingerecht auf die Beine zu stellen. Ging Warschau ursprünglich von einer Divisionsstärke von 8000 bis 10 000 Soldaten aus, soll sie nun zwischen 6500 und 7500 Mann zählen. Statt wie geplant 1500 wird Polen 2000 Soldaten stellen. Den Führungsstab des nationalen Kontingents werden dabei polnische Offiziere des deutsch-dänisch-polnischen Korps in Stettin bilden. Mitte Juli sollen die ersten Polen nach Irak verlagert werden, spätestens im August die internationale Division voll einsatzfähig sein.

Auch die Zahl der an der Division beteiligten Nationen scheint sich zu reduzieren. Ging Szmajdzinski zu Beginn der Truppensteller-Konferenz noch davon aus, dass alle 20 teilnehmenden Staaten Soldaten abstellen werden, bezifferte er deren Zahl nun auf ein gutes Dutzend. Die polnische Presse berichtete am Donnerstag, die Ukraine wolle 1700, Bulgarien 500, Ungarn 300 und die Fidschi-Inseln 100 Soldaten entsenden. Dänemark wolle zehn Offiziere schicken. Mit Albanien, Indonesien, Litauen, den Niederlanden, Norwegen und Spanien werde noch verhandelt - auch kommende Woche bei der nächsten Truppensteller-Konferenz in Warschau.

Dossier: Irak nach dem Krieg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare