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Professor Dieter Bingen, Direktor des Deutschen Polen Instituts.

Polen-Institut

Polen-Denkmal in Berlin gefordert

Dieter Bingen ist Chef des Deutschen Polen Instituts und fordert ein Denkmal in Berlin, um an die Millionen polnischen Opfer aus dem Zweiten Weltkrieg zu erinnern.

Ein Denkmal für die polnischen Opfer der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg in der Mitte Berlins fordert der Direktor des Deutschen Polen Instituts, Dieter Bingen.

Gerade in der heutigen, politisch angespannten Situation könne das Polen-Denkmal „eine unschätzbare Brückenfunktion übernehmen“, schreibt Bingen in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstag). „Es handelt sich vielleicht um das einzige erinnerungspolitische Projekt, das die gesellschaftlichen und politischen Kräfte sowohl in Deutschland als auch in Polen vereinen kann.“ Auch wäre das Denkmal ein sichtbares Zeichen, das in Polen unabhängig von politischen Orientierungen und Generationen spontan auf Zustimmung stoßen würde.

Der Chef des Polen Instituts verwies darauf, dass nicht nur Millionen Polen Opfer deutscher Gewalt geworden seien. Die Nationalsozialisten hätten den industriell organisierten Massenmord an den europäischen Juden zudem überwiegend auf polnischem Boden begangen. Dadurch habe Nazi-Deutschland eine schwere Last auf den Schultern der Polen abgelegt. Bis heute trügen die Polen schwer an diesem „exzeptionell Bösen“ des deutschen Handelns. (kna)

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