Pneumokokken

Pneumokokken: Nur noch ausgewählt impfen

  • schließen

Pneumokokken-Impfungen werden Menschen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf der Lungenkrankheit Covid-19 empfohlen. Nun gibt es Lieferengpässe bei dem Impfstoff.

Bei den Pneumokokken-Impfstoffen „Prevenar 13“ und „Pneumovax“ gibt es zur Zeit Lieferengpässe, wie das Paul-Ehrlich-Institut mitteilt. Die Ständige Impfkommission empfiehlt deshalb, nur noch Säuglinge und Risikogruppen zu impfen, damit gefährdete Menschen geschützt sind. Die Impfung schützt vor einer Lungenentzündung, die durch Pneumokokken – bestimmte Bakterien – hervorgerufen wird. Aktuell wird sie Menschen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf der Lungenkrankheit Covid-19 empfohlen. Zwar gewährt die Impfung keinen Schutz vor einer Infektion mit Sars-CoV-2, wohl aber vor einer bakteriellen Superinfektion durch Pneumokokken. Zu dieser kann es kommen, wenn die Abwehr und die Schleimhäute durch das Virus geschwächt sind.

Der Empfehlung nach soll Prevenar 13 nur noch zur Grundimmunisierung im Säuglingsalter bis zu zwei Jahren verwendet werden. Pneumovax 23 sollen Patienten mit geschwächtem Immunsystem und chronischen Atemwegserkrankungen sowie Menschen über 70 Jahren bekommen.

Grundsätzlich wird diese Impfung über 60-Jährigen und Menschen mit erhöhtem gesundheitlichen Risiko empfohlen, was nur etwa die Hälfte beherzige. Weil sich die Menge der produzierten Impfstoffe an der Nachfrage der Vorjahre ausrichten würden, käme es zu Engpässen, wenn sich plötzlich doch viel mehr Menschen impfen lassen wollten – so wie jetzt in der Coronakrise. pam

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion