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PKK-Sympathisanten greifen Moschee an

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In Bielefeld haben mindestens 25 Vermummte eine türkische Moschee angegriffen.
In Bielefeld haben mindestens 25 Vermummte eine türkische Moschee angegriffen. © dpa

Der Konflikt zwischen den Kurden und der türkischen Regierung sorgt auch in Deutschland für Unruhe. In Bielefeld randalieren Maskierte vor einer türkischen Moschee, hinterlassen kurdische Parolen. Der Verfassungsschutz beobachtet eine große Gewaltbereitschaft.

Der Konflikt zwischen den Kurden und der türkischen Regierung sorgt auch in Deutschland für Unruhe. In Bielefeld randalieren Maskierte vor einer türkischen Moschee, hinterlassen kurdische Parolen. Der Verfassungsschutz beobachtet eine große Gewaltbereitschaft.

20 bis 30 Vermummte haben in Bielefeld eine türkische Moschee angegriffen und mehrere Autos beschädigt. Hintergrund der Attacke am Donnerstagabend sei vermutlich der Konflikt zwischen Türken und Kurden in der Türkei, teilte die Polizei am Freitag mit.

Die mutmaßlich kurdischen Angreifer hätten zunächst ohne Erfolg versucht, in die Moschee einzudringen. Anschließend randalierten sie vor dem Gebäude. Es beherbergt sowohl Gebets- wie Vereinsräume und wird nach Polizeiangaben von der rechtsradikalen türkischen Vereinigung "Graue Wölfe" genutzt.

In Bonn warfen Unbekannte am frühen Freitagmorgen die Fensterscheiben der Räume eines deutsch-türkischen Freundschaftsvereins mit Steinen ein. An die Fassade sprühten sie laut Polizei Parolen der kurdischen Untergrundorganisation PKK. Der Staatsschutz untersucht beide Vorfälle, bei denen niemand verletzt wurde. In Bielefeld konnten sich die Menschen in der Moschee in Sicherheit bringen, in dem sie die Tür verriegelten. Die Vermummten randalierten anschließend vor dem Gebäude. Scheiben von drei Autos gingen zu Bruch.

Hohe Gewaltbereitschaft

Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz-Chef Burkhard Freier sprach von einer zunehmenden Emotionalisierung insbesondere junger PKK-Anhänger. Er sehe dadurch die Gefahr, dass diese bei ihren Aktionen immer gewaltbereiter würden. Es komme immer wieder zu wechselseitigen Provokationen zwischen ihnen und Anhängern türkisch-nationalistischer Gruppen. "Die Sicherheitsbehörden sind wachsam und sensibilisiert", sagte Freier. Sofern es die Sicherheitslage erfordere, würden türkische Einrichtungen geschützt, teilte er mit, ohne Einzelheiten zu nennen.

In der Türkei ist seit dem Scheitern eines Waffenstillstands zwischen Regierung und PKK Ende Juli die Gewalt eskaliert. Bei Demonstrationen türkischer Nationalisten gegen die kurdische Untergrundorganisation PKK war es zuletzt zu massiven Ausschreitungen gekommen. (dpa)

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