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Partisanen hinter der Frontlinie

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Die ukrainische Armee übt weiter Druck auf russische Einheiten bei Cherson aus. Doch für die russische Besatzung wachsen die Probleme auch in den besetzten Gebieten.

Klarheit über den Verlauf der Kämpfe westlich der ukrainischen, von russischen Truppen besetzten Stadt Cherson hat es auch am zweiten Tag des ukrainischen Vorstoßes nicht gegeben. Kiews Militär will sich bisher nicht zu dem Vorgehen in der Süd-Ukraine äußern.

Angriffe auf Brücken und vom russischen Militär errichtete Behelfsübergänge über den Fluss Dnipro dauerten am Dienstag aber an. Darüber wurde sowohl in Kiew- als auch Moskau-nahen Telegram-Kanäle berichtet.

Gelingt es den ukrainischen Einheiten, die Flussüberquerungen unbrauchbar zu machen, würde ein großer Teil russischer Truppen nicht mehr versorgt werden können. Besonders die Antoniw-Brücke steht nach wie vor unter Beschuss, Videos vom Angriff auf sie sind am Dienstag auf dem Telegram-Kanal Chujowi Cherson veröffentlich worden.

Aus Cherson selbst, das unter russisch kontrollierter Verwaltung steht, wurde über den Telegram-Kanal Chujowi Cherson erneut zeitweise Stromausfall gemeldet. Der von Moskau eingesetzte Statthalter Kirill Stremousov behauptet auf seinem Kanal, dass die Ukraine bei dem Angriff hohe Verluste erlitten habe. Offenbar stammt sein Video aber nicht aus Cherson, sondern aus dem russischen Woronesch – 1200 Kilometer von Cherson entfernt.

Für die russische Besatzung wachsen die Probleme aber nicht nur an der Kontaktlinie, sondern auch in den besetzten Gebieten. Partisanen setzen die pro-russischen Verantwortlichen massiv unter Druck. In den vergangenen Tagen wurden Bombenattentate auf mutmaßliche Büros des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB in Melitopol, auf den Wagen des pro-russischen Vize-Chefs der Verkehrspolizei in Berdjansk und auf Verwaltungsbüros in der Region Melitopol gemeldet.

Die Informationen, die sich nicht überprüfen lassen, veröffentlichte der Israeli Igal Lewin auf seinem Telegram-Kanal Ressentiment. Er beruft sich auf lokale Informanten. vf

Leitartikel Seite 11

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