Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der US-Zerstörer USS „Benfold“ soll ohne Erlaubnis in das Gebiet der Paracel-Inseln gefahren sein.
+
Der US-Zerstörer USS „Benfold“ soll ohne Erlaubnis in das Gebiet der Paracel-Inseln gefahren sein.

Paracel-Inseln

Konflikt um Inselgruppe: China drängt offenbar US-Zerstörer ab

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
    schließen

Weil rund um eine von China besetzte Inselgruppe kostbare Rohstoffe liefert, gibt es dort seit Jahren Spannungen. Nun hat China ein US-Schiff aus dem Gebiet vertrieben.

Peking/Washington D.C. – Nachdem ein US-Zerstörer in verbotene Gewässer eingetreten sein soll, hat die chinesische Regierung den USA eine Verletzung der Souveränität Chinas vorgeworfen und die USS „Benfold“ am Montag (12.07.2021) nach eigenen Angaben aus dem Bereich der Paracel-Inseln im Südchinesischen Meer abgedrängt. Die Volksrepublik erhebt auf den Tag genau seit fünf Jahren Ansprüche auf das Gebiet der von ihr besetzten Inselgruppe. Ein Urteil des Ständigen Schiedshofs in Den Haag, der Gebietsansprüche Chinas ablehnte, erklärte China laut Berichten des Spiegel als „null und nichtig“.

In einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters hieß es seitens der chinesischen Streitkräfte: „Wir rufen die Vereinigten Staaten dazu auf, solche provokativen Aktionen umgehend zu stoppen“. In einer Stellungnahme entgegnete die U.S. Navy, die USA hätten mit dem Durchführen der Operation demonstriert, „dass diese Gewässer außerhalb derer liegen, die China rechtmäßig für sich beanspruchen kann“. Die Aussagen Chinas, die USS „Benfold“ sei abgedrängt worden, hat eine Stellungnahme der US-Marine Berichten zufolge inzwischen dementiert. Die USA hatten seit dem Amtsantritt von US-Präsident Joe Biden ihre Präsenz auch in der Region um Taiwan erhöht, was immer wieder zu Spannungen führt.

Konflikt zwischen China und USA: Blinken betont Loyalität zu den Philippinen

Berichten zufolge fordere China 80 Prozent der rohstoffreichen Gebiete im Südchinesischen Meer für sich, basierend auf einer Karte aus den 40er Jahren. Die Bereiche, um die es geht, liegen allerdings weit abgelegen im Meer, teils bedeutend näher an anderen Staaten als an China. Dabei geht es nicht nur um die Paracel-Inseln, sondern auch um zahlreiche andere Inselgruppen, Seegebiete und Riffs. Neben China fordern hier auch teilweise Vietnam, Taiwan, Malaysia, die Philippinen und Brunei Hoheitsrechte. China habe indessen weite Teile der Inseln für sich beansprucht, Militär stationiert und mit dem Abbau von Rohstoffen begonnen.

US-Außenminister Antony Blinken warnte China vor einer Intervention gegen das philippinische Militär sowie zivile Schiffe oder Flugzeuge der Philippinen, da die USA einem Verteidigungspakt aus 1951 nach verpflichtet wären, dem Land beizustehen. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter schrieb Blinken: „Heute vor fünf Jahren haben die Philippinen einen wegweisenden Erfolg für die Situation im Südchinesischen Meer erzielt. Die Vereinigten Staaten stehen bei der Verteidigung ihrer maritimen Rechte auf der Seite ihrer Verbündeten und Partner und machen sich für die Freiheit der Meere stark.“ Die Chinesen rief er dazu auf, ihr „provokatives Verhalten“ einzustellen. (ska)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare