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Ukraine-Krieg: Regierung genehmigt Verkauf von 100 Panzerhaubitzen

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Von: Jan-Frederik Wendt

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Ukraine-Krieg: Deutschland genehmigt Verkauf von 100 Panzerhaubitzen (Symbolfoto).
Ukraine-Krieg: Deutschland genehmigt Verkauf von 100 Panzerhaubitzen (Symbolfoto). © Philipp Schulze/dpa

Deutschland unterstützt die Ukraine offenbar mit weiteren Waffenlieferungen gegen Russland. Die Bundesregierung hat dem Verkauf von Panzerhaubitzen zugestimmt.

Berlin - Im Ukraine-Konflikt hat die Bundesregierung den Verkauf von 100 neuen Panzerhaubitzen an die Ukraine im Kampf gegen Russland genehmigt. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel am Mittwoch (27. Juli) zuerst. Dem Bericht zufolge hat das zuständige Wirtschaftsministerium dem Münchener Rüstungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann (KMW) die Herstellungsgenehmigung erteilt.

Das Budget für die Artelleriegeschütze des Typs Panzerhaubitze 2000 beträgt 1,7 Milliarden Euro, teilte ein KMW-Sprecher dem Spiegel mit. Den Angaben zufolge stellte das Unternehmen am 11. Juli den Antrag beim Ministerium. Zwei Tage später habe KMW die Genehmigung für die Produktion der Waffen erhalten. Zunächst wollte sich das Unternehmen nicht über den Bericht äußern. Auch das ZDF und die Welt berichteten über die Genehmigung.

Panzerhaubitzen für Ukraine: Deutschland genehmigt Verkauf

Laut des Spiegel-Berichts hatte die Ukraine bereits im April bei KMW angefragt, ob man die Panzerhaubitzen beim Hersteller kaufen könne. Wann das Unternehmen die bestellten Waffen ausliefert, sei demnach noch unklar. Die Produktion der Waffen dürfte den Angaben zufolge mehrere Jahre dauern.

Bislang hat Deutschland der Ukraine zehn Panzerhaubitzen aus eigenen Beständen geliefert, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Bei der Panzerhaubitze handelt es sich um das modernste Artilleriegeschütz, das die Bundeswehr besitzt. Die Waffe hat eine Reichweite von 40 Kilometern.

Erst vor kurzer Zeit hat CDU-Chef Friedrich Merz Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) attackiert. Der Vorwurf: „Seine Ankündigungen zur militärischen Unterstützung der Ukraine halten einer Überprüfung nicht stand“, sagte Merz den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Merz fordert eine öffentliche Debatte über dessen Vertrauenswürdigkeit im Zuge von Waffenlieferungen. „Die deutsche Öffentlichkeit und das Parlament werden getäuscht. Und die Bundesregierung tut nicht das, was der Bundestag beschlossen hat: nämlich schwere Waffen zu liefern“, sagte der Christdemokrat. (Jan Wendt mit dpa)

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