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Nach „Pannen-Puma“ nun „Pannen-Haubitze“: Großteil nicht einsatzbereit

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Von: Katja Thorwarth

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Nächste Pannenmeldung vonseiten der Bundeswehr: Einem Medienbericht zufolge ist auch die Panzerhaubitzen 2000 im Einsatz unzuverlässig.

Berlin/Frankfurt - „Die Panzerhaubitze 2000 ist eines der modernsten Artilleriegeschütze weltweit. Ihre Stärke liegt in ihrer Präzision und in ihrer großen Kampfentfernung“, preist Bundeswehr.de das Kampfgerät auf seiner Webseite. Jetzt sieht es so aus, als habe die Truppe nach dem Pannen-Panzer „Puma“ mit ihrer Haubitze den nächsten Ausfall in der Garage.

Einem Medienbericht zufolge nämlich soll ein Großteil der Artilleriegeschütze des Typs Panzerhaubitze 2000 im Bundeswehrbestand derzeit nicht einsatzbereit sein. Wie die Springer-Bild (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf ein vertrauliches Papier des Bundesverteidigungsministeriums berichtet, kann die Bundeswehr derzeit nur etwa jede dritte dieser Panzerhaubitzen einsetzen.

Die Panzerhaubitze 2000 wurde von der Bundeswehr angepriesen. Doch völlig einsatzbereit ist sie nicht.
Die Panzerhaubitze 2000 wurde von der Bundeswehr angepriesen. Doch völlig einsatzbereit ist sie nicht. © Michael Kappeler/dpa

Panzerhaubitze 2000: Nur jede Dritte einsetzbar

Dem Papier zufolge betrage der Bestand an Panzerhaubitzen 2000 - Stand 2. Dezember 2022 - 105 Exemplare. Davon seien es im „Verfügungsbestand des Heeres“ derzeit 73, deren Einsatzbereitschaft wiederum nur „bei rund 50 Prozent“ liege. Somit bleiben etwa 36 sicher einsatzbereite Panzerhaubitzen.

Hinzu kommt, dass am 2. Dezember insgesamt 18 Panzerhaubitzen 2000 in der „Werksinstandsetzung bei der Industrie“ gewesen seien, berichtet das Blatt weiter mit Bezug auf das Dokument. Demnach sei unklar, wie viele der 36 einsatzbereiten Waffensysteme darunter sind.

Panzerhaubitze 2000 kann bis zu 40 Kilometer weit schießen

Die Panzerhaubitze 2000 kann je nach verwendeter Munition 30 bis 40 Kilometer weit schießen. „Regulär wird die Panzerhaubitze 2000 von einer fünfköpfigen Besatzung bedient, bei automatisiertem Munitionsfluss ist die Bedienung sogar mit nur drei Personen möglich“, heißt es bei der Bundeswehr.

Dennoch ist das der zweite Pannen-Vorfall in nur wenigen Tagen. Erst am Sonntag (18. Dezember) waren folgenschwere Probleme beim Schützenpanzer „Puma“ bekannt geworden. Bei einer Übung der Bundeswehr waren alle 18 eingesetzten „Pumas“ mit technischen Problemen ausgefallen. Die Fahrzeuge sollten eigentlich ab Januar für die VJTF eingesetzt werden, die schnellste Eingreiftruppe der Nato mit dem Namen Very High Readiness Joint Task Force. Panzer vom Typ „Marder“ sollen den „Puma“ nun ersetzen. (ktho)

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