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Pandemie führt zu mehr Todesfällen

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Von: Ruth Herberg

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Covid steht auf einem Sarg mit einem Verstorbenen, der an oder mit dem Coronavirus gestorben ist.
Covid steht auf einem Sarg mit einem Verstorbenen, der an oder mit dem Coronavirus gestorben ist. © dpa

Das Statistisches Bundesamt hat eine Analyse vorgelegt.

Seit Beginn der Pandemie debattieren Fachleute darüber, ob durch die Ausbreitung des Coronavirus mehr Menschen gestorben sind oder nicht. Nun ist – zumindest für Deutschland - mittels einer amtlichen Statistik belegt: Die Pandemie hat zu einem Anstieg der Todesfälle geführt. „Von März 2020 bis Mitte November 2021 sind in Deutschland mehr Menschen verstorben, als unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung zu erwarten gewesen wäre“, sagte Christoph Unger, Vizepräsident des Statistischen Bundesamtes, am Freitag bei der Vorstellung einer Auswertung der Sterbefallstatistik. „Der Anstieg der Sterbefallzahlen ist nicht allein durch die Alterung der Bevölkerung erklärbar, sondern maßgeblich durch die Pandemie beeinflusst.“

An Covid-19 gestorben?

Sowohl für das Kalenderjahr 2020 als auch für die ersten zwölf Pandemie-Monate haben die Fachleute des Statistischen Bundesamts eine erhöhte Sterblichkeit beobachtet. In Zahlen ausgedrückt: 2020 sind in Deutschland rund 985 600 Menschen verstorben - laut dem Statistischen Bundesamt waren das fünf Prozent mehr als im Jahr zuvor. Allein aufgrund der Alterung der Bevölkerung wäre nur ein Anstieg um rund zwei Prozent zu erwarten gewesen. Noch deutlicher wird der Unterschied beim Blick auf die ersten zwölf Pandemie-Monate: Von März 2020 bis Februar 2021 starben 7,5 Prozent mehr Männer und Frauen als im Vorjahreszeitraum.

Das Statistische Bundesamt hat auch neu vorliegende Ergebnisse der Todesursachenstatistik analysiert. Damit sind erstmals Aussagen darüber möglich, wer 2020 an und wer mit Covid-19 gestorben ist. So sind knapp 40 000 Menschen an Covid-19 als Grunderkrankung gestorben – 70 Prozent von ihnen waren 80 Jahre oder älter. Etwas mehr als 8000 Personen litten zwar an Covid-19, todesursächlich war aber etwas anderes.

Etwa 176 000 Männer und Frauen wurden 2020 mit oder wegen Covid-19 stationär aufgenommen und im Krankenhaus versorgt. Gut ein Fünftel von ihnen musste auf die Intensivstation. Etwas mehr als die Hälfte der Intensivpatient:innen wiederum wurde künstlich beatmet – im Schnitt fast elf Tage lang. Gut ein Sechstel der in Kliniken behandelten Covid-19-Kranken hat nicht überlebt.

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