Gaza

Palästinenser erschossen

Attacken in Jerusalem und an Gaza-Grenze.

Israelische Soldaten haben am Sonntag an der Grenze zum Gazastreifen einen palästinensischen Angreifer getötet. Die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad teilte mit, es handele sich um ein Mitglied ihres bewaffneten Flügels. Die israelische Armee sprach von einer „Terroreinheit“ des Islamischen Dschihad, die in den vergangenen Monaten an zwei ähnlichen Angriffen beteiligt gewesen sei. Am Samstag war in Jerusalem ein weiterer Palästinenser erschossen worden, als er Polizisten angreifen wollte.

Nach dem Vorfall an der Gaza-Grenze teilte die israelische Armee mit: „Israelische Truppen haben zwei Terroristen entdeckt, die sich dem Sicherheitszaun im südlichen Gazastreifen genähert und in seiner Nähe einen Sprengsatz gelegt hatten.“ Die Soldaten hätten das Feuer eröffnet und „einen Treffer verzeichnet“.

In der Jerusalemer Altstadt wurde am Samstag ein palästinensischer Angreifer bei seiner eigenen Attacke erschossen. Der Mann sei mit einem Messer in der Hand auf Polizisten nahe dem Tempelberg zugerannt, teilte die Polizei mit. Die Polizisten hätten ihn aufgefordert anzuhalten. Er habe sich weiter genähert, die Polizisten hätten daraufhin auf ihn geschossen und ihn getötet.

Seit der Vorstellung des amerikanischen Nahost-Plans im vergangenen Monat ist die Lage im Heiligen Land angespannt. Anfang Februar kam es zu mehreren Anschlägen in Jerusalem. Bei Zusammenstößen mit israelischen Soldaten im besetzten Westjordanland wurden zudem mindestens vier Palästinenser getötet. US-Präsident Donald Trump hatte Ende Januar einen Plan vorgestellt, der die Palästinenser zu erheblichen Zugeständnissen an Israel zwingt. Gleichzeitig würde er Israel die Annexion des Jordantals und von Siedlungen erlauben. Ein Palästinenserstaat wäre mit harten Auflagen verbunden, und der Traum der Palästinenser von einer Hauptstadt im historischen Ostjerusalem zunichtegemacht. 

dpa

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