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Österreich: Razzia im Kanzleramt – Ermittlungen gegen Sebastian Kurz

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Von: Marvin Ziegele

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Im Kanzleramt in Österreich werden Büros durchsucht. Das engste Umfeld von Bundeskanzler Sebastian Kurz ist betroffen.

Wien – Die österreichische Polizei hat am Mittwochmorgen (06.10.2021) laut übereinstimmenden Medienberichten Büros in der Parteizentrale der Regierungspartei ÖVP sowie im Kanzleramt durchsucht. ÖVP-Vize-Generalsekretärin Gaby Schwarz bestätigte die Durchsuchungen in der Parteizentrale, ohne allerdings nähere Angaben zu machen.

Wie die Zeitung Die Presse berichtete, betraf die Razzia das engste Umfeld von Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz. Schwarz erklärte, bei dem Einsatz der Polizei gehe es um einen „Showeffekt“. Die mit den Vorwürfen verbundenen Ereignisse lägen bis zu fünf Jahre zurück.

Österreich: Polizei führt Razzia im Kanzleramt durch

Nach Informationen der Presse durchsuchten Ermittler die Arbeitsplätze mehrere Mitarbeiter von Sebastian Kurz im Kanzleramt und der Parteizentrale. Hintergrund ist demnach ein Korruptionsverdacht im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Anzeigen und Meinungsumfragen in der Zeitung Österreich. Auch Kurz selbst könnte darin verwickelt sein, hieß es in dem Bericht.

Die österreichische Polizei durchsuchte Büros im Kanzleramt von Sebastian Kurz.
Die österreichische Polizei durchsuchte Büros im Kanzleramt von Sebastian Kurz. © Martin Juen/Imago Images

Gegen Kurz laufen bereits Ermittlungen wegen des Verdachts der Falschaussage vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur sogenannten Ibiza-Affäre. Die Ibiza-Affäre hatte im Mai 2019 ein politisches Erdbeben in Österreich ausgelöst, zum Bruch der Regierungskoalition zwischen Kurz‚ ÖVP und der rechtspopulistischen FPÖ sowie zu vorgezogenen Neuwahlen geführt. Seit Januar 2020 regiert die ÖVP in einer Koalition mit den österreichischen Grünen.

Razzia im österreichischen Kanzleramt: Ermittlungen gegen Bundeskanzler Kurz

Hintergrund war ein heimlich auf Ibiza gedrehtes Enthüllungsvideo, das zeigt, wie der damalige FPÖ-Chef und spätere Vizekanzler Heinz-Christian Strache vor der Parlamentswahl 2017 einer vermeintlichen russischen Oligarchen-Nichte im Gegenzug für Wahlkampfhilfe Staatsaufträge in Aussicht stellt. (marv/AFP)

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