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Eine Polizeireporterin hat den Tod von OScar Martinez und seiner Tochter Valeria am Rio Bravo festgehalten. 

Oscar und Valeria Martinez

Was gezeigt werden muss

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Dieses Bild hält ikonografisch die Unmenschlichkeit an der Grenze zwischen Mexiko und den USA fest.

Wegschauen möchte man bei dem Bild der Fotografin Julia Le Duc. Die Polizeireporterin hat den Tod von Oscar Martinez und seiner Tochter Valeria am Rio Bravo festgehalten. Es ist das Ende einer zweimonatigen Reise, gestartet in El Salvador. 

Ein 25-jähriger Vater schwimmt über den Rio Bravo, will die zweijährige Tochter absetzen, seine 21-jährige Frau Tania nachholen. Die Mutter muss dem Ertrinken der beiden vom Ufer zusehen. 

Das Foto bewegt die Menschen weltweit. Hundertausendfach teilen sie ihr Entsetzen in den sozialen Medien. 

Hinschauen müssen wir bei der Frankfurter Rundschau sehr genau, wenn wir einen redaktionellen Grundsatz durchbrechen, dass wir keine Toten im Bild darstellen. 

Wir machen wenige Ausnahmen davon – dieses Foto gehört dazu. Ikonografisch hält es das Unmenschliche der Migration an der Grenze zwischen Mexiko und den USA fest.

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