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Soldaten überwachen den Eingang der Haftanstalt der Geheimpolizei Sebin, nachdem ein oppositioneller Stadtrat unter ungeklärten Umständen starb.

Venezuela

Oppositioneller Stadtrat stirbt in Haft

Fernando Albán ist in einem Gefängnis in Caracas ums Leben gekommen. Laut den Behörden hat der politische Gegner von Präsident Maduro Selbstmord begangen.

In Venezuela ist ein oppositioneller Stadtrat in Haft ums Leben gekommen. Fernando Albán habe sich mit einem Sprung aus einem Fenster des Gebäudes des Geheimdienstes Sebin in Caracas selbst getötet, sagte Innenminister Néstor Reverol.

„Der Festgenommene sollte zu Gericht gebracht werden und befand sich in einem Wartezimmer, als er sich aus dem Fenster in die Tiefe stürzte und dabei ums Leben kam.“

Der Stadtrat aus Caracas war am Samstag festgenommen worden, weil er an dem gescheiterten Drohnenanschlag gegen Präsident Nicolás Maduro Anfang August beteiligt gewesen sein soll. Albán soll mit dem einflussreichen Oppositionsführer Julio Borges in Verbindung stehen, den Maduro für den Drahtzieher des Attentats hält.

Die Opposition bezweifelte die Suizid-Version der Regierung. „Die Kampfgenossen und Freunde von Fernando Albán wissen, dass er ein starker Mann mit ausgeprägten christlichen Werten war“, schrieb seine Partei Primero Justicia auf Twitter. „Wir machen Nicolás Maduro und sein Folter-Regime dafür verantwortlich, was geschehen ist.“ (dpa)

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