Simbabwe

Opposition stimmt Einheitsregierung zu

In Simbabwe ist der Weg zur Bildung einer Koalitionsregierung frei.

Harare. In Simbabwe ist der Weg zur Bildung einer Koalitionsregierung frei. Knapp fünf Monate nach der Unterzeichnung eines Abkommens zur Machtaufteilung hat der Vorstand der Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) am Freitag einer Regierung mit Präsident Robert Mugabes ZANU(PF)-Partei zugestimmt. Auf dem Krisengipfel des regionalen Staatenbunds SADC zur Lage in Simbabwe hatten sich beide Seiten im Prinzip bereits dazu bereit erklärt.

Allerdings hatte die MDC von Morgan Tsvangirai danach erhebliche Vorbehalte geltend gemacht und eine Zustimmung von der Entscheidung des Parteivorstands abhängig gemacht. Die SADC hatte erklärt, dass Tsvangirai am 11. Februar als neuer Ministerpräsident vereidigt werden soll. Nach den Angaben soll das Innenministerium, dessen Leitung beide Seiten beanspruchen, sechs Monate gemeinsam von ZANU(PF) und MDC geführt werden.

Simbabwe befindet sich in der schwersten Krise seiner Geschichte. Armut und der Zusammenbruch großer Teile der staatlichen Infrastruktur habten unter anderem zu einer schweren Cholera-Epidemie mit knapp 3200 Toten und mehr als 60400 Infizierten geführt. (dpa)

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