Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Karl-Josef Laumann
+
Karl-Josef Laumann, Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen (NRW).

Pandemie

Peinliche Corona-Aussage: NRW-Gesundheitsminister blamiert sich mit Omikron-Satz

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
    schließen

Der Gesundheitsminister von NRW sorgt mit einer Aussage zur Omikron-Variante für Spott und Häme. Doch es gibt auch Gegenstimmen. Nun reagiert sein Ministerium.

Update von Dienstag, 29.12.2021, 9.55 Uhr: Nachdem der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Montag mit Aussagen zur Omikron-Variante für Aufsehen gesorgt hat (s. Erstmeldung), hat nun das zuständige Ministerium in NRW eine Klarstellung veröffentlicht. Auf Twitter hieß es in einem Statement, dass Laumann „selbstverständlich“ bewusst sei, dass sich das Coronavirus vor allem über Aerosole übertrage.

Laumann hatte sich in der „Aktuellen Stunde“ des WDR auf einen Bericht des Gesundheitsamtes Köln bezogen. Im Statement hieß es dazu: „Bei dem heutigen O-Ton hatte er (Laumann, Anm. d. Red.) hatte er zum einen schlicht Inhalt eines Berichts der Stadt Köln“ an das Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen „wiedergegeben“. Im Bericht aus Köln hieß es laut Statement: „Das bei der Omikron-Variante beobachtete Ausbreitungsverhalten ähnelt eher demjenigen von luftgetragenen Infektionen (z. B. Masern). Das bedeutet, dass die Ausbreitung nicht mehr nur an Tröpfchen gebunden ist.“

Omikron: NRW-Gesundheitsminister blamiert sich mit Corona-Aussage

Erstmeldung von Montag, 28.12.2021, 9.30 Uhr: Düsseldorf – Karl-Josef Laumann, Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen, hat mit Aussagen zur Corona-Ausbreitung* der Omikron-Variante* für Aufsehen gesorgt. Der 64-Jährige sprach im WDR-Format „Aktuelle Stunde“ über die Mutante und bezog sich dabei auf eine Einschätzung des Kölner Gesundheitsamtes zur derzeitigen Lage: „Die sagen ganz klar: Das Neue an dieser Omikron-Variante ist, dass sie sich nicht durch Tröpfchen überträgt, sondern dass sie sich auch ähnlich wie Masern durch die Luft überträgt.“

Auf Twitter zeigten sich zahlreiche Nutzende amüsiert, aber auch erschüttert angesichts der Aussage von Karl-Josef Laumann. „Von welchen intellektuell benachteiligten Menschen werden wir in NRW eigentlich regiert“, schrieb ein Nutzer.

NRW-Gesundheitsminister Laumann sorgt mit Omikron-Äußerung für Aufsehen

Tatsächlich ist Laumanns Einschätzung zur Omikron-Variante alles andere als neu: Bereits im Jahr 2020 berichteten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, dass sich Sars-CoV-2 vorrangig über die Atemluft, durch sogenannte Aerosole, weiterverbreite. Das gilt auch für die Omikron-Variante des Coronavirus, welche im Vergleich zu anderen Varianten als infektiöser gilt.

Karl-Josef Laumann, Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen (NRW).

„Als ⁠Aerosole⁠ werden Mischungen von festen oder flüssigen Partikeln („Schwebeteilchen“) in einem Gas oder Gasgemisch (zum Beispiel Luft) bezeichnet“, berichtet das Umweltbundesamt. „Eine Übertragung des Coronavirus Sars-CoV-2 durch Aerosole ist in bestimmten Situationen über größere Abstände möglich, zum Beispiel wenn viele Personen in nicht ausreichend belüfteten Innenräumen zusammenkommen und es verstärkt zur Produktion und Anreicherung von Aerosolen kommt“, teilt beispielsweise die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit.

Neben Spott und Häme erfuhr Laumann in den sozialen Netzwerken auch andere Reaktionen. Mehrere Nutzende betonten, dass aus dem WDR-Beitrag nicht hervorgehe, worauf sich Laumann konkret bezog. In der „Aktuellen Stunde“ war zuvor das 2G-Plus-Modell für Fitnessstudios und Sportstätten in Innenräumen thematisiert worden. Zudem verwiesen Nutzerinnen und Nutzer darauf, dass unklar sei, auf welche Einschätzung des Gesundheitsamtes Köln sich der Gesundheitsminister von NRW bezog.

Bezüglich der Omikron-Variante äußerte sich zuletzt auch Virologe Christian Drosten*. Er teilte „erfreuliche“ Nachrichten mit.* (tu) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare