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Olympia 2021: Die Athletin Kristina Timanowskaja
 aus Belarus soll offenbar gegen ihren Willen von den Olympischen Spielen in Tokio abreisen. (Archivbild)
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Olympia 2021: Die Athletin Kristina Timanowskaja aus Belarus soll offenbar gegen ihren Willen von den Olympischen Spielen in Tokio abreisen. (Archivbild)

Zur Heimreise gezwungen

Olympia 2021: Belarussin Timanowskaja erhält „wahrscheinlich“ Asyl in Polen

  • Tanja Banner
    VonTanja Banner
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Die Athletin Kristina Timanowskaja aus Belarus wird offenbar gezwungen, die Heimreise von Olympia 2021 anzutreten. Die 24-Jährige bittet um Asyl in Europa.

Update vom Montag, 2.08.2021, 12:43 Uhr: Kristina Timanowskaja, Olympionikin aus Belarus, will offenbar nach Polen, wo sie „wahrscheinlich“ Asyl erhalten würde. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Aussagen ihres Ehemanns Arseni Zdanewitsch.

Nach Kritik an Sportfunktionären ihres Landes soll Kristina Timanowskaja zur Rückkehr nach Belarus gezwungen worden sein. Die Nacht zum Montag verbrachte sie am Flughafen in Tokio, wo sie zuvor den Schutz der Polizei gesucht hatte. Ihr Ehemann sei aus Belarus geflohen und halte sich derzeit in Kiew, der Hauptstadt der Ukraine, auf. Zdanewitsch hoffe, seiner Frau „in naher Zukunft“ nach Polen folgen zu können. Auch Tschechien hätte ihr offenbar Zuflucht angeboten.

Olympia 2021: Athletin aus Belarus bittet um Asyl in Europa

Update von 20.20 Uhr: Kristina Timanowskaja ist nach eigenen Angaben in Sicherheit. „Ich bin in Sicherheit und es wird gerade entschieden, wo ich die Nacht verbringen werde“, erklärte Timanowskaja in einer Mitteilung, die die Belarussische Sport-Solidaritäts-Stiftung (BSSF) bei Telegram veröffentlichte. Die 24-Jährige befindet sich demnach in Obhut der Polizei. Dem Online-Medium by.tribuna.com sagte sie am Sonntag: „Ich habe Angst, dass man mich in Belarus ins Gefängnis stecken könnte.“

Das IOC und die Organisatoren der Spiele in Tokio sprachen nach eigenen Angaben nach Bekanntwerden der Vorwürfe mit Timanowskaja. Sie befinde sich am Flughafen Haneda in Begleitung der Behörden und habe bestätigt, dass sie sich in Sicherheit fühle, teilte das IOC im Kurzbotschaftendienst Twitter mit.

Athletin aus Belarus hat Angst, in ihr Land zurückzukehren

Erstmeldung vom Sonntag, 1.08.2021, 16.30 Uhr: Tokio – Eigentlich soll es bei Olympia 2021 in Tokio um den Sport gehen, doch nun wird es plötzlich politisch. Es geht um die Athletin Kristina Timanowskaja aus Belarus, die nach Angaben des Belarussischen Olympischen Komitees nicht weiter an den Olympischen Spielen teilnehmen wird. Warum das so ist, dafür gibt es verschiedene Angaben. Das Belarussische Olympische Komitee teilt auf Telegram mit, die Läuferin sei von einem Arzt untersucht worden und werde wegen ihrer „emotional-psychischen Verfassung“ nicht an weiteren Wettkämpfen teilnehmen.

Auf ihrem Instagram-Account bezeichnet Timanowskaja diese Darstellung als „Lüge“. Dem Radiosender Euroradio sagte sie in einem Interview: „Sie haben mir einfach gesagt, meine Sachen zu packen und nach Hause zu fliegen.“ Gegenüber dem Radiosender European Radio for Belarus (ERB) erklärte Timanowskaja, sie habe Angst, in ihr Land zurückzukehren.

Olympia 2021: Athletin Kristina Timanowskaja aus Belarus soll abreisen

Unabhängige Medien in Belarus berichten laut der Nachrichtenagentur dpa, die 24-Jährige sei nach kritischen Äußerungen über belarussische Sportfunktionäre in Tokio bereits zum Flughafen gebracht worden. Die oppositionelle belarussische Athletenvertretung Belarusian Sport Solidarity Foundation (BSSF) sprach von einer „gewaltsamen“ Ausreise Timanowskajas. In einem Video, das BSSF auf Telegram veröffentlichte, erklärt Timanowskaja, auf sie sei Druck ausgeübt worden und sie solle gegen ihren Willen aus dem Land gebracht werden.

BSFF-Angaben zufolge will Timanowskaja um Asyl in Europa bitten und sich dafür an die österreichische Botschaft in Tokio wenden. Das berichtet auch der belarussische Journalist Tadeusz Giczan auf Twitter. Der Flug, für den Timanowskaja ein Ticket hatte, soll mittlerweile ohne die Athletin gestartet sein, offenbar hat die 24-Jährige am Flughafen den Schutz der Tokioter Polizei gesucht und befindet sich in einer Polizeistation.

Olympia 2021: IOC beobachtet Fall um Kristina Timanowskaja

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat gegenüber dpa bestätigt, den Fall zu beobachten, außerdem hat das IOC das Belarussische Olympische Komitee um Aufklärung gebeten. Timanowskaja sollte eigentlich am Montag (02.08.2021) am 200-Meter-Vorlauf der Frauen teilnehmen. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärte die Läuferin, sie wurde aus dem Team geworfen, weil sie auf Instagram über die Nachlässigkeit ihrer Trainer gesprochen habe. Staatsmedien hatten nach der Veröffentlichung des Videos bereits kritisiert, ihr würde es an „Teamspirit“ mangeln. (tab mit dpa/afp/sid)

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