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Erste Balkan-Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz

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Von: Lucas Maier

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Balkan-Reise von Olaf Scholz (SPD): Treffen mit Ministerpräsident Albin Kurti in Pristina.
Balkan-Reise von Olaf Scholz (SPD): Treffen mit Ministerpräsident Albin Kurti in Pristina. © Michael Kappeler / dpa

Bundeskanzler Olaf Scholz tritt seine erste Reise in den Balkan an. In zwei Tagen will er fünf Länder bereisen. Los geht es im Kosovo.

Pristina – Der Bundeskanzler tritt seine lang angekündigte Balkan-Reise an. In den nächsten zwei Tagen will Olaf Scholz (SPD) insgesamt fünf Länder in der Region besuchen.

Die Reise startet im Kosovo: In der Hauptstadt Pristina ist der 63-jährige am Freitag (10. Juni) eingetroffen. Mit dem Ministerpräsident Albin Kurti will Scholz vor allem über die Beitrittsperspektive des Landes in die Europäische Union (EU) sprechen.

EU-Beitritt des Kosovo: Beziehungen zu Serbien verhindern Fortschritt

Ein Problem beim EU-Beitrittsprozess des Kosovo stellen vor allem die schwierigen Beziehungen zum Nachbarland Serbien dar, wie die Nachrichtenagentur afp berichtet. Serbien sieht den Kosovo als abtrünnige Provinz. Neben Serbien, erkennen auch die EU-Länder Spanien, Griechenland, Slowakei, Rumänien und Zypern, den Kosovo nicht als Staat an.

Balkan-Reise von Olaf Scholz (SPD)
Kosovo
Serbien
Griechenland
Nordmazedonien
Bulgarien

Seine Reise bringt Scholz noch am Freitag aus dem Kosovo nach Serbien. Dort wird der Bundeskanzler den Präsidenten Aleksandar Vucic treffen. In Belgrad stand anfangs auch ein Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow auf dem Programm. Das scheiterte allerdings daran, dass die Nachbarländer dem Minister keine Fluggenehmigung für ihren Luftraum erteilten.

Video: Kein Zeitplan für die EU Osterweiterung zugesagt

Olaf Scholz (SPD) in Serbien: Es wird um die Beziehungen zu Russland gehen

Bei dem Treffen in Belgrad wird es vermutlich in erster Linie um die Beziehungen Serbiens zu Russland gehen. In der Vergangenheit lehnte Serbien Sanktionen gegen Russland ab. „Enge Beziehungen zum Regime von Wladimir Putin sind nicht mehr vereinbar mit dem Bau einer gemeinsamen Zukunft mit der EU“, mahnte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell bereits letzten Monat.

Nach seinem Aufenthalt in Serbien wird Scholz weiter nach Griechenland reisen. Nordmazedonien und Bulgarien stehen dann am Samstag (11. Juni) auf dem Programm des Bundeskanzlers. Dort wird auch der EU-Beitritt von Nordmazedonien Thema sein. (lm mit dpa/afp)

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