Diese Schneiderin aus Dresden darf vielleicht bald ohne Masken zur Arbeit gehen.
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Diese Schneiderin aus Dresden darf vielleicht bald ohne Masken zur Arbeit gehen.

Maskenpflicht

Ohne Mundschutz ins Geschäft

  • Jan Sternberg
    vonJan Sternberg
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Einzelne Bundesländer wollen die Maskenpflicht beim Einkaufen kippen.

Mehrere Bundesländer erwägen ein Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) sagte der „Welt am Sonntag“, er erwarte, dass das Kabinett in Schwerin im August das Ende der Pflicht beschließen werde.

„Ich kann die Ungeduld des Handels sehr gut nachvollziehen, die Maskenpflicht abzuschaffen“, sagte Glawe. Er kündigte dem Bericht zufolge auch Gespräche mit seinen Kollegen in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein an. „Wir versuchen, für alle norddeutschen Bundesländer eine einheitliche Regelung hinzubekommen. Noch lieber wäre mir ein bundesweites Ende der Maskenpflicht im Handel.“

Auch andere Bundesländer prüfen die Abschaffung der Maskenpflicht in Geschäften. Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sagte bei einer Veranstaltung in Naunhof: „Wir überlegen, ob wir die Pflicht, in Geschäften einen Mund- und Nasenschutz zu tragen, am 17. Juli in der Ferienverordnung weglassen“, berichtete die „Leipziger Volkszeitung“.

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach warnt: „Das wäre ein falscher Schritt zum falschen Zeitpunkt.“ Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte er: „Ich finde es falsch, Menschen jetzt durch Abschaffung der Maskenpflicht zu mehr Konsum zu bewegen. Diese Lockerung hat nur einen einzigen Zweck: Sie soll Kauflaune herstellen“, so der SPD-Fraktionsvize im Bundestag.

„Ein Zeichen von Rücksicht“

„Aber wir wissen, dass das Virus in Innenräumen durch Aerosole übertragen wird. Eine Abschaffung der Maskenpflicht würde Mitarbeiter und Kunden gleichermaßen gefährden. Ein einziger Infizierter, der ohne Maske einkaufen geht, könnte als Superspreader die Zahlen wieder nach oben schnellen lassen“, warnt Lauterbach.

Hamburg, Berlin und Brandenburg hingegen lehnen eine Lockerung ab. „Das Tragen einer Gesichtsmaske im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel ist eine Voraussetzung für die seit vergangenen Mittwoch geltenden Lockerungen in Hamburg“, sagte ein Senatssprecher. An der Maskenpflicht werde bis mindestens Ende August festgehalten.

Berlin will ebenfalls nichts ändern. „Gerade jetzt, wo immer mehr gelockert wurde, sind die Abstands- und Hygieneregeln sowie der Mund-Nasen-Schutz umso wichtiger, um die Verbreitung des Virus zu verhindern“, sagte eine Senatssprecherin. „Die Masken sind eine einfache und wenig belastende Maßnahme, um sich selbst und andere zu schützen. Sie sind zudem ein Zeichen von Rücksicht und Problembewusstsein. Im Einzelhandel sowie auch in anderen Bereichen hat sich das gut eingespielt und ist akzeptiert.“

Auch in Brandenburg ist eine Abschaffung nicht angedacht, teilte ein Sprecher des Potsdamer Gesundheitsministeriums mit.

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