Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Regierungskrise

Österreich: Schallenberg als neuer Bundeskanzler vereidigt

  • VonLukas Zigo
    schließen

Unter dem Druck laufender Korruptionsermittlungen ist Sebastian Kurz als Kanzler von Österreich zurückgetreten. Nun wurde der neue Bundeskanzler vereidigt.

+++ 13.20 Uhr: Der bisherige österreichische Außenminister Alexander Schallenberg ist als neuer Bundeskanzler Österreichs vereidigt worden. Zwei Tage nach dem Rücktritt seines Vorgängers Sebastian Kurz legte Schallenberg in einer vom Fernsehen übertragenen Zeremonie am Montag in der Wiener Hofburg seinen Amtseid ab. Als Schallenbergs Nachfolger im Außenamt wurde der Diplomat Michael Linhart von Bundespräsident Alexander Van der Bellen vereidigt.

Alexander Schallenberg am Sonntag in Wien.

Erstmeldung von Montag, 11.10.2021, 9.30 Uhr: Wien – Österreich bekommt einen neuen Bundeskanzler. Nachdem Sebastian Kurz wegen Korruptionsverdachts zurückgetreten ist, erhält die ÖVP-Grünen-Koalition in Österreich eine neue Chance unter Alexander Schallenberg. Bundespräsident Alexander Van der Bellen wird den Spitzendiplomaten Schallenberg am Montag (11.10.2021) gegen 13.00 Uhr als Kanzler vereidigen.

Schallenberg und Vize-Kanzler Werner Kogler wollen die seit Januar 2020 regierende Koalition aus konservativer ÖVP und Grünen fortsetzen. Es gebe trotz der jüngsten Regierungskrise ein tragfähiges Fundament dafür, versicherten sie.

Österreich: Bundespräsident nimmt beide Parteien persönlich in die Pflicht

Um eine sachliche und konstruktive Zusammenarbeit des Bündnisses zum Wohl der Österreicher:innen zu gewährleisten, nahm der Bundespräsident beide Parteien persönlich in die Pflicht. Am Samstagabend war der unter Korruptionsverdacht stehende Sebastian Kurz zurückgetreten. Das war für die Grünen die Bedingung, an dem Bündnis festzuhalten.

Sebastian Kurz (l) und Alexander Schallenberg auf einer Pressekonferenz.

Seit Jahren ist Schallenberg für die Außenpolitik Österreichs in Spitzenfunktionen mitverantwortlich. Der mehrsprachige, international erfahrene Diplomat vertritt in Fragen der Migration einen genauso harten Kurs wie sein Vorgänger im Amt.

Korruptionsskandal in Österreich: Sebastian Kurz weiß von nix

Korruptionsverdacht – Österreichs Ex-Kanzler Sebastian Kurz wird als Beschuldigter geführt

Ausgelöst wurde die Regierungskrise durch Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft. Einige Mitstreiter des Ex-Kanzlers stehen im Verdacht, wohlmeinende Berichterstattung in einem Medienunternehmen erkauft zu haben, um Kurz ab 2016 den Weg an die Parteispitze und in das Bundeskanzleramt zu ebnen. Auch Kurz wird als Beschuldigter geführt.

Bei seinem Abgang betonte Kurz erneut seine Unschuld. Er gebe sein Amt aber aus Verantwortung für das Land ab. Kurz selbst wechselt vom Kanzleramt ins Parlament auf den Sitz des Fraktionschefs der ÖVP. Außerdem bleibt er Parteivorsitzender. Die Opposition kritisierte diesen Schritt, weil der 35-Jährige damit eine weiterhin äußerst einflussreiche politische Figur sei und das „System Kurz“ erhalten bleibe.

Österreich: Opposition will neue Korruptionsvorwürfe aufarbeiten

Ein Sprecher der SPÖ und FPÖ teilte am Sonntag mit, die neuerlichen Korruptionsvorwürfe gegen den 35-jährigen Kurz in einem Untersuchungsausschuss aufarbeiten zu wollen. Ein Antrag hierzu werde wohl schon bald im Parlament eingebracht. (Lukas Zigo mit dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © Georg Hochmuth

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare