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Interaktiv: Barack Obama.

Diskussion auf Google+

Obama verteidigt Einsatz von Drohnen

Auf Google+ stellt sich Barack Obama den Fragen der Bürger - und rechtfertigt den Einsatz von unbemannten Drohnen.

US-Präsident Barack Obama hat den Einsatz von Aufklärungsdrohnen im Irak auch nach Abzug der amerikanischen Truppen verteidigt. „Es findet teilweise eine Überwachung statt, um den Schutz unseres Botschaftsgebäudes sicherzustellen“, sagte Obama am Montag bei einer Fragerunde im Internet.

Es gebe aber keine geballten Drohnen-Angriffe. Irakische Regierungsmitglieder und Berater hätten sich über das Programm empört, weil sie im Vorfeld nicht hinzugezogen worden seien, berichtete die „New York Times“. Die Zeitung zitierte ein US-Regierungsmitglied, demzufolge Gespräche über eine Genehmigung des Drohnen-Einsatzes laufen. Eine Sprecherin des US-Außenministeriums bestätigte den Einsatz kleiner Flugzeuge, sogenannter Drohnen, die Bilder von US-Einrichtungen im Ausland aufnehmen.

Nach Angaben der „Times“ begann das US-Außenministerium den Drohneneinsatz im Irak probeweise im vergangenen Jahr und fuhr den Einsatz der Flugkörper mit Abzug der letzten US-Truppen im Dezember hoch. Nach knapp neun Jahren hatten die USA Ende vergangenen Jahres den Irak-Krieg offiziell für beendet erklärt.

Diskussion auf Google+

Obama geht es beim Wiederaufbau der amerikanischen Wirtschaft ganz wörtlich um jeden einzelnen Job, wie er am Montag in einer Diskussion im sozialen Netzwerk Google Plus deutlich machte. Er bat dabei eine Frau, ihm den Lebenslauf ihres Mannes zuzuschicken. Er wolle sich den einmal genau ansehen, weil er sich nicht vorstellen könne, dass man als Halbleiter-Ingenieur derzeit in den USA keinen Job bekomme.

„Das meine ich auch so: Wenn sie mir den Lebenslauf ihres Mannes schicken, dann will ich wissen, was da los ist“, sagte Obama einer der Fragestellerinnen in der Online-Debatte, einer Frau namens Jennifer Wedel aus Fort Worth in Texas. Nach dem, was er aus der Industrie gehört habe, gebe es in solchen Hightech-Bereichen eine große Nachfrage. Ihr Mann sollte doch in der Lage sein, sofort etwas zu finden.

Obama ging in der Diskussionsrunde auf Fragen ein, die ihm über Youtube, das Videoportal von Google, gestellt wurden. Mehr als 133.000 Fragen wurden dort gestellt. Google traf die Vorauswahl, zu welchen Themen Obama Stellung nehmen sollte. Der Präsident hatte schon zuvor in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder LinkedIn auf Fragen geantwortet. Dieses Mal ging es noch einen Schritt weiter, weil Obama mit fünf Personen live diskutierte, was dann viel lebendiger war, da die Teilnehmer nachfragen konnten.

In der 45-minütigen Sitzung musste Obama zu einer Vielzahl von Themen Stellung nehmen, von Raubkopien im Internet bis zur Lage der Wirtschaft. Aber es gab auch einige lockerere Momente. So, als Obama gefragt wurde, wie er denn mit seiner Frau Michelle den 20. Hochzeitstag feiern wolle, der ja kurz vor der Wahl sei. Er sei sich nicht sicher, wie romantisch das werde, sagte Obama dazu nur.

Und am Ende kam er wieder auf Wedel zurück und meinte: „Bitte denken sie daran, mir die Informationen zu schicken.“ (rtr)

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