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Georgia: Obama greift in Stichwahl zwischen Warnock und Walker ein

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Von: Moritz Serif

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Obama
Der ehemalige US-Präsident Barack Obama spricht auf einer Kundgebung der Demokraten in Phoenix. © Alberto Mariani/FR171918 AP/dpa

Aktuell hat der demokratische Kandidat Raphael Warnock einen Vorsprung vor Herschel Walker. Nun soll Barack Obama den Vorsprung sichern.

Atlanta – In Georgia steht die Stichwahl bei den Midterms zwischen dem demokratischen Senator Raphael Warnock und dessen republikanischen Herausforderer Herschel Walker am 6. Dezember bevor. Bereits mehr als eine Million haben ihre Stimme abgegeben. Nun greift Ex-Präsident Barack Obama mit einem Besuch in den Wahlkampf ein. Ziel des Besuches: den Vorsprung des Demokraten sichern.

Dazu wird es eine Kundgebung geben, berichtet The Independent. Die Demokraten haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, um so viele Stimmen wie möglich zu sammeln, während die Republikaner, insbesondere Walker selbst, einen weniger aggressiven Ansatz gewählt haben, der den GOP-Kandidaten stark von der Wahlbeteiligung am Stichwahltag abhängig machen könnte.

Georgia erwartet Stichwahl: Obama macht Wahlkampf

„Ich denke, die Wahlbeteiligung ist gut, und ich möchte die Leute ermutigen, dabei zu bleiben“, sagte Warnock während seiner Wahlkampagne in dieser Woche. Wählen sei wie Schlangestehen an einem beliebten Mittagstisch in Atlanta. „Neulich war ich im Slutty Vegan und die Schlange ging um den ganzen Block, und die Leute haben trotzdem gewartet und ihre Sandwiches bekommen“, sagte er. „Ich bin gestern wählen gegangen, und es war ziemlich schmerzlos“, ergänzte Warnock, der seinem Gegner mit einem vernichtenden Videoclip den Zahn zu ziehen hofft.

Währenddessen stellen die Republikaner, allen voran der ehemalige Präsident Donald Trump, die vorzeitige Stimmabgabe infrage. Bereits bei der US-Wahl 2021 hatte Trump gegen die Briefwahl gewettert. „Ihr könnt keine fairen und freien Wahlen mit der Briefwahl haben“, twitterte er. Belege für seine Behauptungen konnte Trump – wie so oft nicht anführen. Es ist jedoch zu einem Mittel der Republikaner geworden, die Rechtmäßigkeit von Wahlen infrage zu stellen.

Wahlbeteiligung in Georgia teilweise erschreckend niedrig

Bei den Wahlen selbst ist die Wahlbeteiligung in Georgia, vor allem in den von den Republikanern kontrollierten Kongressbezirken erschreckend niedrig. Nur bei einem von neun Bezirken in Georgia liegt sie bei mehr als 43 Prozent. Bei den Demokraten wiederum, die fünf Bezirke halten, ist die Beteiligung in vier Bezirken höher als 43 Prozent. Umfragen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen und sind nicht immer korrekt. (mse)

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