Clinton kämpft

Obama gewinnt weitere Superdelegierten-Stimme

Hillary Clinton will weiter um die Präsidentschaft kämpfen. Forderungen aus den Reihen der Anhänger ihres Kontrahenten Barack Obama, das Rennen angesichts ihres Rückstands bei den Delegiertenstimmen aufzugeben, wies sie zurück.

Washington (ap) - Hillary Clinton will weiter um die Präsidentschaft kämpfen. Forderungen aus den Reihen der Anhänger ihres Kontrahenten Barack Obama, das Rennen angesichts ihres Rückstands bei den Delegiertenstimmen aufzugeben, wies sie zurück. Sie werde dabei bleiben, bis die letzte Stimme in den Vorwahlen ausgezählt sei, erklärte Clinton am Sonntag. Damit wird die Frage, wer für die Demokraten bei der Wahl am 4. November kandidiert, wohl erst auf dem Parteitag im August entschieden werden.

Den Ausschlag könnten schließlich die Stimmen der sogenannten Superdelegierten geben. Das sind Parteifunktionäre, die in ihrem Stimmverhalten nicht festgelegt sind. Obama konnte sich dabei eine weitere Stimme sichern. Die Senatorin von Minnesota, Amy Klobuchar, sagte Obama ihre Unterstützung zu. Er habe einen Enthusiasmus und Idealismus hervorgerufen, den das Land lange nicht gekannt habe, erklärte sie.

Bill Clinton sieht Partei nicht geschwächt

Eine Fortsetzung des knappen Rennens um die Präsidentschaftskandidatur bei den US-Demokraten schmälert nach Ansicht von Expräsident Bill Clinton die Chancen der Partei bei der Wahl im November nicht.

Es gebe die Vorstellung, dass die lebhafte Debatte darüber, wer der beste Präsident wäre, die Partei schwäche, sagte Bill Clinton am Sonntag beim Parteitag der kalifornischen Demokraten in San Jose. "Beruhigt euch. Wir werden diese Wahl gewinnen, wenn wir uns einfach entspannen und jeden zu Wort kommen lassen", sagte er.

An dem Parteitag nahmen auch viele der sogenannten Superdelegierten teil. Von den 65 bislang nominierten kalifornischen Superdelegierten haben sich 29 auf Clinton und 13 auf Obama festgelegt. Mehr als 20 sind noch unentschieden.

Auch Obama widersprach seinen Parteifreunden. "Meine Einstellung ist: Senatorin Clinton kann so lange kandidieren, wie sie will", erklärte Obama am Wochenende. Bislang hat Obama für den Nominierungsparteitag im August 1.623 Delegiertenstimmen gesammelt, bei Clinton sind es 1.499.

In Texas wurden unterdessen weiter die Stimmen zu den parteiinternen Versammlungen der Demokraten vom 4. März ausgezählt.

Die öffentlichen Vorwahlen hatte Clinton knapp für sich entschieden. In den Parteiversammlungen lag Obama nach Auszählung der Hälfte der Stimmen bei 58 Prozent, Clinton kam auf 42 Prozent.

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