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Die Beraterin Samantha Power von Barack Obamas hat ihren Hut genommen, nachdem sie Obamas innerparteiliche Rivalin Hillary Clinton in einem Interview als "Monster" beleidigt hatte.

Clinton beleidigt

Obama-Beraterin nimmt den Hut

Die Beraterin Samantha Power von Barack Obamas hat ihren Hut genommen, nachdem sie Obamas innerparteiliche Rivalin Hillary Clinton in einem Interview als "Monster" beleidigt hatte.

Washington (dpa) - Der Ton im Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur wird immer schärfer. Einen Tag vor der nächsten Abstimmungsrunde an diesem Samstag im Bundesstaat Wyoming trat eine außenpolitische Beraterin des schwarzen Senators Barack Obama am Freitag zurück, nachdem sie dessen Rivalin Hillary Clinton in einem Zeitungsinterview ein "Monster" genannt hatte.

Der Senator aus Illinois selbst distanzierte sich am Freitag von der "Monster"-Äußerung seiner Beraterin, die sich auf Clintons Wahlkampftaktiken bezogen hatte. "Sie ist zu allem bereit",sagte Power in dem am Freitag veröffentlichten Interview der schottischen Zeitung "The Scotsman" weiter. Obamas Sprecher Bill Burton erklärte dazu, der Senator verurteile derartige Charakterisierungen auf das Schärfste. Sie hätten nichts im Wahlkampf zu suchen.

Clinton ihrerseits hatte Obama postwendend aufgefordert, Power, eine Harvard-Professorin, zu entlassen. Nach Angaben aus Obamas Wahlkampflager gehörte sie zu den unbezahlten Mitarbeitern des Teams.

In einer am Freitag veröffentlichten Erklärung entschuldigte sich Power selbst bei Clinton wie auch Obama und nannte ihre Bemerkungen "unentschuldbar". Sie stünden im Widerspruch zum "Geist, Tenor und Ziel des Obama-Wahlkampfs", hieß es weiter.

Bei den parteiinternen Abstimmungen in Wyoming (caucus) sind zwar nur 12 an das Ergebnis gebundene Delegierte für den Nominierungsparteitag im Spätsommer in Denver zu gewinnen. Obama hofft aber, mit einem Erfolg am Samstag wie auch bei der Vorwahl am Dienstag in Mississippi seinen Vorsprung von derzeit insgesamt etwa 140 Delegierten wieder ausbauen zu können.

Clinton hatte mit Vorwahlsiegen in Ohio, Texas und Rhode Island am 4. März Obamas Serie von elf Abstimmungssiegen in Folge unterbrochen und seinen Vorsprung verringert. Beide Bewerber können wegen des anhaltend engen Rennens rechnerisch nicht mehr die magische Zahl von 2045 Delegierten erreichen, die für die Nominierung als Spitzenkandidat für die Präsidentschaftswahl am 4. November nötig sind. Es gilt daher als möglich, dass eine Entscheidung erst auf dem Parteitag der Demokraten Ende August fällt.

Die nächste "große" Vorwahl findet am 22. April in Pennsylvania statt. Dort geht es um gut 160 Delegierte. In Umfragen liegt Clinton hier mit etwa 15 Prozentpunkten vor Obama.

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