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„NSU 2.0“: Angeklagter zu jahrelanger Haftstrafe verurteilt

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Von: Nail Akkoyun

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Im Prozess um die „NSU 2.0“-Drohschreiben musste sich ein Mann aus Berlin wegen Beleidigung, Bedrohung und Nötigung verantworten.
Im Prozess um die „NSU 2.0“-Drohschreiben musste sich ein Mann aus Berlin wegen Beleidigung, Bedrohung und Nötigung verantworten. © Andreas Arnold/dpa

Im Frankfurter Prozess um die sogenannten „NSU 2.0“-Drohschreiben hat sich das Landgericht auf ein Urteil geeinigt.

Frankfurt – Im Prozess um die „NSU 2.0“-Drohschreiben ist der Angeklagte am Donnerstag (17. November) zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Nach Auffassung der Richterinnen und Richter am Frankfurter Landgericht hatte der aus Berlin stammende Mann eine Serie hasserfüllter und rassistischer Drohschreiben an Personen des öffentlichen Lebens gerichtet.

Zuvor wies der Angeklagte die Tat zurück. Die Tatvorwürfe gegen ihn hätten sich in der Beweisaufnahme nicht bestätigt, sagte der 54-Jährige. Er warf der Staatsanwaltschaft Lügen und Manipulationen vor, die keine Grundlage für eine Verurteilung seien. Die Ermittlergruppe wolle ihn mit ihren Ergebnissen „um jeden Preis fertigmachen“ und die Polizei entlasten. Ob noch am Donnerstag das Urteil verkündet wird, war zunächst unklar. 

Wie bereits in seinem Plädoyer gab der aus Berlin stammende Angeklagte zu, Mitglied einer Chatgruppe im Darknet gewesen zu sein, weshalb auf seinem Computer Teile der Drohschreiben gefunden worden seien. Die Mitglieder der Gruppe hätten ihn aber „systematisch reingelegt“. Dass er die Schreiben verfasst habe, sei nicht nachweisbar. Für die Mitgliedschaft entschuldigte sich M. in seinem Schlusswort. (nak/dpa)

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