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CDU-Vorsitz

Millionen-Deal von Armin Laschet: Nicht reißfest - Uniklinik muss Schutzausrüstung wegschmeißen

Die Affäre um den Deal mit Corona-Schutzausrüstung von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und van Laack schlägt weiter hohe Wellen. Die Schutzausrüstung weist offenbar Mängel auf.

  • NRW-Ministerpräsident: Armin Laschet (CDU), Bewerber für den CDU-Vorsitz, steht wegen einem Deal mit Luxusmodenhersteller van Laack in der Kritik.
  • Armin Laschet bestellte bei dem Arbeitgeber seines Sohnes, Influencer Joe Laschet, Schutzausrüstung in Millionenhöhe. Die Opposition wirft Laschet vor, andere Wettbewerber benachteiligt zu haben.
  • Die Schutzausrüstung ist offenbar mangelhaft: Uniklinik Essen musste die Kleidung von van Laack entsorgen.

Düsseldorf - Durch einen direkten Kontakt von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) mit der Luxusmodenfirma van Laack, dem Arbeitgeber seines Sohnes Johannes „Joe“ Laschet, kam ein Millionen-Deal zustande, der vor allem bei der Opposition Fragen aufwirft.

Zehn Millionen Kittel wurden nach Laschets Erstkontakt per Telefon letztlich bei van Laack bestellt. Das Innenministerium orderte später dann zwei Mal je 1,25 Millionen Masken für die Polizei bei dem Unternehmen aus Mönchengladbach. In der Notlage angesichts der Corona-Pandemie habe Laschet nach eigenen Aussagen seinen Sohn gefragt, der sich in der Textilindustrie auskenne. Johannes „Joe“ Laschet ist Mode-Influencer für Luxusmarken.

Armin Laschet: Schutzkittel der Firma van Laack wurden offenbar von der Uniklinik Essen aussortiert

Nun wurde bekannt, dass die Uniklinik Essen die an sie gelieferten Kittel aussortiert hatte, weil sie zu schnell reißen würden. Eine Unternehmenssprecherin von van Laack stritt jedoch ab, dass die Ware minderwertig sei. „Selbstverständlich erhalten unsere Kunden ausschließlich Lieferungen, die den Anforderungen und Kriterien der Bestellungen entsprechen“, sagte die Sprecherin.

Die SPD-Opposition hat Armin Laschet (CDU) rechtswidriges Vorgehen bei Aufträgen an die Mode-Firma van Laack vorgeworfen und sieht nach der Enthüllung, dass die Schutzausrüstung mangelhaft sei „45 Millionen Euro in den Sand gesetzt“.

Armin Laschet, Bewerber für den CDU-Vorsitz, steht wegen einem Millionendeal mit Schutzausrüstung unter Druck.

Corona-Schutzausrüstung: Deal mit der Hilfe von Armin Laschets Sohn in der Kritik

Nur durch einen Kontakt von Laschets Sohn Johannes „Joe“ Laschet sei „plötzlich“ ein Geschäft mit van Laack in Höhe von über 45 Millionen Euro für Corona-Schutzausrüstung möglich geworden, kritisierte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty am Mittwoch (16.12.2020) im Düsseldorfer Landtag. Der Deal sei „ohne Ausschreibung und ohne Angebote lästiger Konkurrenz“ besiegelt worden. „Selbst in der größten Not müssen mindestens drei Konkurrenzangebote eingeholt werden“, sagte der ehemalige NRW-Justizminister.

Millionen-Deal mit Corona-Masken - Armin Laschet weist neue Vorwürfe der Opposition zurück

Rund 7000 Firmen hätten Angebote auf offiziellem Wege eingereicht. Seidensticker, der größte Textilhersteller in NRW, habe angeboten, pro Monat 3,5 Millionen Schutzmasken herzustellen. „Bei Seidensticker hat kein Ministerpräsident angerufen“, sagte Kutschaty. Kein Unternehmen dürfe einen Wettbewerbsvorteil haben, nur weil es über einen exklusiven Zugang zum Regierungschef verfüge, so die Kritik.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet: Opposition will an Laschet-Affäre dranbleiben

Die Opposition in NRW werde an der Aufklärung der Affäre dran bleiben, kündigte Kutschaty an. CDU-Landtagsfraktionschef Bodo Löttgen nannte Kutschatys Vorwürfe „armselig und kleinteilig“. Der Oppositionsführer werfe mit Schmutz um sich, in der Hoffnung, dass etwas hängen bleibe und schrecke dabei auch vor persönlichen Diffamierungen nicht zurück. Kutschaty habe kein Recht, den Ministerpräsidenten zu fragen, mit wem er telefoniere. Armin Laschet bewirbt sich im Team mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) um den CDU-Vorsitz. (dpa) Die US-amerikanische Zeitung Politico bezeichnet Bewerber für den CDU-Vorsitz Friedrich Merz als den deutschen Donald Trump.

Rubriklistenbild: © Fabian Strauch / dpa

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