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NRW-Landtagswahl: SPD wirft CDU Missbrauch des Ukraine-Kriegs vor 

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Von: Lucas Maier

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Der Ukraine-Krieg bestimmt derzeit die mediale Berichterstattung. Bei der Landtagswahl in NRW soll der Krieg nun nicht missbraucht werden.

Berlin – Seit mehr als zwei Monaten tobt der Krieg in der Ukraine. Jetzt hält der Angriff von Russland auch Einzug im Wahlkampf zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen (NRW) 2022. Der SPD-Spitzenkandidat Thomas Kutschaty hatte am Montag (25.04.2022) die konkurrierende CDU aufgefordert, den Krieg nicht für die eigene Sache zu missbrauchen.

Dem CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz warf Kutschaty vor, den Krieg zur Diffamierung der SPD zu nutzen. Demnach sollen sowohl Merz als auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) versuchen, der SPD ein Putin-Problem anzudichten, so der SPD-Mann.

Der Krieg dominiert gerade zwar sehr viel, und wir müssen sehr aufpassen, das er nicht zum Wahlkampf missbraucht wird.

Thomas Kutschaty (SPD)

SPD schaltet auf Angriff im Landtagswahlkampf in NRW

Auf der Pressekonferenz in Berlin brachte Kutschaty jedoch nicht nur Vorwürfe an. Er ging auch direkt zum Angriff über.

Landtagswahlen NRW: Wahlkampf zwischen CDU und SPD wird schärfer.
Landtagswahlen NRW: Wahlkampf zwischen CDU und SPD wird schärfer. © Kay Nietfeld/dpa

So warf er der CDU vor, nach den Regierungsjahren in NRW inhaltsleer und blank dazustehen. „Die SPD hat kein Putin-Problem, die CDU hat ein Wahlkampf-Problem“, sagte Kutschaty.

Landtagswahl NRW: CDU und SPD weiterhin Kopf an Kopf

Im Zuge des Ukraine-Krieges gab es zuletzt immer wieder Kritik am Führungsstil von Olaf Scholz (SPD). Thomas Kutschaty (SPD) erwartet ihn, nach eigener Aussage, jedoch weiterhin gerne im Wahlkampf in Nordhrein-Westfalen. Der besonnene Kurs von Scholz käme bei vielen im Wahlkampf gut an, so der Spitzenkandidat der SPD.

Derzeit liefern sich SPD und CDU ein regelrechtes Kopf-an-Kopf-Rennen in den Umfragen zur NRW-Landtagswahl. Laut der letzten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap, im Auftrag des WDR, kommt die CDU auf 31 % und die SPD auf 30 % (Stand: 25.04.2022). (lm)

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