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Die "Hitler-Zwerge" waren 2009 eine Installation in Straubing (Niederbayern) - und 2012 eine Provokation im Cottbuser Stadtrat.

Cottbus

NPD-Stadtverordneter zeigt Hitlergruß

Mit dem Zeigen des Hitlergrußes hat ein Vertreter der rechtsextremen NPD für einen Eklat in der Cottbuser Stadtverordnetenversammlung gesorgt. Es ist nicht das erste Mal, dass Abgeordnete der NPD auf diese Weise zu provozieren versuchen.

In Cottbus hat ein NPD-Stadtverordneter bei einer Abstimmung den Hitlergruß gezeigt. Die Stadt werde nach dem Vorfall am Mittwochabend Anzeige gegen den NPD-Abgeordneten Frank Hübner erstatten, sagte ein Rathaussprecher am Donnerstag. Hübner ist ehemaliger Bundesvorsitzende der 1992 verbotenen Deutschen Alternative und sitzt seit 2008 im Cottbuser Stadtparlament.

In der Abstimmung ging es darum, sich einem Protestaufruf von Bürgern unter dem Motto „Cottbus bekennt Farbe“ anzuschließen. Damit wird zu einer Gegendemonstration zu einem am 15. Februar geplanten Aufmarsch der rechtsextremen NPD aufgerufen. Dem Votum schlossen sich - abgesehen von den beiden NPD-Vertretern - alle Stadtparlamentarier an.

Hitlergruß hat bei der NPD Tradition

Hübner ist nicht der erste NPD-Abgeordnete der den Hitlergruß in der Öffentlichkeit zeigt. Im Jahr 2009 zeigte der rechtsextreme Stadtrat Karl Richter in Oberbayern bei seiner Vereidigung den Hitlergruß. In der nachfolgenden Verhandlung wurde er zu einer Geldstrafe von 2800 Euro verurteilt. Der Münchner NPD-Chef Richter war 2008 für die rechtsextreme Liste "Bürgerinitiative Ausländerstopp" in den Stadtrat gewählt worden und veröffentlicht auch Beiträge für die Junge Freiheit.

Besondere Bekanntheit erlangte Richter als Komparse im Film "Der Untergang". Dort übernahm er nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die Rolle des Adjutanten von Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel. In Interviews erklärte er freimütig, dass er während der Dreharbeiten am Filmset „nach und nach bekannte Gesichter aus der Szene“ entdeckt habe. (dapd)

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