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Tennis-Star Novak Djokovic ist aufgrund seines unbekannten Impfstatus in die Schlagzeilen geraten.
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Tennis-Star Novak Djokovic ist aufgrund seines unbekannten Impfstatus in die Schlagzeilen geraten.

Australian Open

Djokovic „kein Vorbild“: Lauterbach schaltet sich in Impfdebatte um Tennis-Star ein

  • Melanie Gottschalk
    VonMelanie Gottschalk
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Tennis-Star Novak Djokovic ist offenbar nicht gegen das Coronavirus geimpft – und soll deshalb aus Australien abgeschoben werden.

Berlin/Melbourne – Wochenlang wurde über die Teilnahme von Novak Djokovic bei den Australian Open 2022 spekuliert, am Dienstag (04.01.2022) teilte der Tennis-Superstar die für ihn freudige Nachricht mit seinen Fans. „Ich habe eine fantastische Zeit mit meinen Liebsten während der Pause verbracht und mache mich heute auf den Weg nach Down Unter mit einer Ausnahmegenehmigung“, schrieb er auf Instagram. Doch die australische Politik wollte das nicht so einfach durchgehen lassen. Nach einer Prüfung seiner Unterlagen wurde ihm die Einreise am Flughafen von Melbourne verweigert. Denn der Tennis-Star ist offenbar nicht gegen Corona geimpft, was eine Bedingung für die Teilnahme an dem Turnier ist.

Die australischen Behörden hätten sein Visum abgelehnt, teilte der Tennis-Star in der Nacht von Mittwoch (05.01.2022) auf Donnerstag (06.01.2022) mit, er werde ausgewiesen. Novak Djokovic kämpft gegen seine Ausweisung, seine Anwälte legten dafür am Donnerstag vor einem Gericht in Melbourne Rechtsmittel gegen den Entzug des Visums ein, wie australische Medien berichteten.

Offenbar nicht gegen Corona geimpft: Karl Lauterbach kritisiert Novak Djokovic

Nun hat sich auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach in die Debatte über die drohende Abschiebung des impfskeptischen Tennis-Stars Novak Djokovic aus Australien eingeschaltet. Die aktuelle Nummer Eins der Tennis-Weltrangliste sei aus seiner Sicht „kein Vorbild“, sagte Lauterbach am Donnerstagabend der Nachrichtensendung „RTL Direkt“ über Djokovic.

Der Minister führte aus, Sportler seien „ein Stück weit in der Pflicht Vorbilder zu sein“, denn sie lebten „im Prinzip vom Enthusiasmus und zum Teil vom Geld der Fans, der Zuschauer“. Sie müssten daher „auch etwas zurückgeben“. „Dass man in einer so existenziellen medizinischen Frage dann versucht, ein Vorbild zu sein und nicht für sich eine Extrawurst reklamiert, das halte ich für geboten“, sagte Lauterbach. „Deswegen ist dieser Spieler für mich kein Vorbild.“

Vermutlich ungeimpfter Novak Djokovic soll aus Australien abgeschoben werden

Ein Gericht prüft aktuell die Abschiebung von Djokovic, eine Anhörung ist Medienberichten zufolge für Montag geplant. In Serbien und Australien fanden Proteste gegen den Umgang mit Djokovic statt, auch die Regierung in Belgrad reagierte empört. Doch damit noch nicht genug. Der Vater des Weltranglisten-Ersten verglich die Behandlung Djokovics am Donnerstag vor hunderten Demonstrant:innen in der serbischen Hauptstadt Belgrad gar mit dem Leiden Jesu Christi. Srdjan Djokovic hatte zu den Protesten aufgerufen, nachdem sein Sohn in Melbourne festgesetzt worden war. (msb/AFP)

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