Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Großaufgebot der Polizei vor einer Synagoge in Hagen: Hier soll ein Syrer einen Anschlag geplant haben.
+
Großaufgebot der Polizei vor einer Synagoge in Hagen: Hier soll ein Syrer einen Anschlag geplant haben.

Nordrhein-Westfalen

Vereitelter Terroranschlag in Hagen sollte „möglichst volle Synagoge“ treffen

  • Luisa Ebbrecht
    VonLuisa Ebbrecht
    schließen

Nach dem vereitelten Terroranschlag in Hagen sind weiter viele Fragen offen. Der Nordrhein-westfälische Innenminister gibt erste Details zum Anschlagsplan und Tatverdächtigen bekannt.

Düsseldorf - Der mutmaßlich vereitelte Terroranschlag in Hagen (Nordrhein-Westfalen) sollte nach Angaben der Landesregierung „eine möglichst volle Synagoge treffen“. Daher sollte er „an einem hohen jüdischen Feiertag“ verübt werden, das berichtete NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag (23.09.2021) dem Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags.

„Da das Jom-Kippur-Fest unmittelbar bevorstand, lag es nahe, von einem Anschlagsplan an diesem hohen jüdischen Feiertag auszugehen“, sagte Reul. Ob der mutmaßliche Anschlag tatsächlich an dem Tag stattfinden sollte, sei aber „noch nicht ganz sicher“. Die Ermittler haben laut der Deutschen Presse Agentur (dpa) bislang weder Bombenbauteile noch Bombe gefunden.

Nach verhindertem Terroranschlag in Hagen: 16-jähriger Syrer soll Tat vorbereitet haben

Nach ersten Informationen soll ein 16-jähriger Syrer den Bombenanschlag auf die Synagoge in Hagen vorbereitet haben. Derzeit sitzt er deshalb in Untersuchungshaft. Wie Reul berichtet, habe der Jugendliche den Beamten bei seiner Festnahme gesagt, er habe nur sehen wollen, wie man eine Bombe baut.

Nach dem Tipp eines ausländischen Geheimdienstes war ein Großaufgebot der Polizei am 15. September ausgerückt, um die Synagoge in Hagen zu bewachen. Man sei von einer islamistisch motivierten Bedrohungslage ausgegangen. 200 Beamte seien im Einsatz gewesen. Wenig später war der Jugendliche festgenommen worden. Er selbst hat bislang, einen Anschlag geplant zu haben. Ein Richter erließ Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts der Vorbereitung einer staatsgefährdenden Gewalttat.

Nach verhindertem Terroranschlag in Hagen: Landeskriminalamt soll ermitteln

Das Landeskriminalamt wird die weiteren Ermittlungen in dem Fall übernehmen, kündigte Reul an. Offenbar soll ein bekannter IS-Terrorist den Jugendlichen über den Messengerdienst Telegram kontaktiert und instruiert haben. Darin zeige sich ein Muster, denn dies sei schon bei früheren Anschlägen der Fall gewesen. Die Gefahr über das Internet sei „fundamental“, sagte Reul. „Wer da Kontakt zu wem aufbaut, bekommen wir nicht mit.“ (Luisa Ebbrecht mit dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare