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Nordkorea warnt Südkorea mit Raketentests

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Von: Jan Oeftger

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In Nordkorea hat es zuletzt einige Raketentests gegeben. Damit möchte Machthaber Kim Jong-un den „Feind“ Südkorea warnen.

Seoul – Mit einer Reihe von Raketentests hat Nordkorea den Beschuss Südkoreas mit taktischen Nuklearwaffen simuliert. Die nordkoreanische staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete am Montag (10. Oktober), dass man mit den Raketentests unter anderem den Beschuss von Flugplätzen in Südkorea vorspiegeln wollte. Diese Übungen sollen „dem Feind eine strenge Warnung senden“. 

Bei den militärischen Übungen war Machthaber Kim Jong-un persönlich anwesend und konnte dabei beobachten, wie auch nukleare Sprengkopf-Attrappen eingesetzt wurden. Mit den Waffentests reagiere man auf die jüngsten Seemanöver der südkoreanischen und US-amerikanischen Streitkräfte, wie KCNA weiter berichtete. Bei diesem Seemanöver hatte auch der nukleargetriebene Flugzeugträger „USS Ronald Reagan“ teilgenommen.

Nordkorea testet Raketen. Davon berichten auch – wie hier zu sehen – südkoreanische Medien.
Nordkorea testet Raketen. Davon berichten auch – wie hier zu sehen – südkoreanische Medien. © Lee Jin-Man/dpa

Nordkorea feuert immer wieder ballistische Raketen ab

Dass Nordkorea ballistische Raketen abfeuert, ist nicht neu. Seit Ende September kam dies bereits siebenmal vor. Zuletzt feuerten die Nordkoreaner am Sonntag (9. Oktober) zwei ballistische Kurzstreckenraketen in Richtung des Japanischen Meeres ab. Am Dienstag (4. Oktober) hatte Nordkorea zudem das erste Mal seit fünf Jahren eine Mittelstreckenrakete abgefeuert. Diese flog über die japanische Inselgruppe. 2017 hatte Nordkorea ebenfalls eine Rakete über Japan fliegen lassen und wenige Tage danach einen Atomwaffentest gestartet.

Experten gehen davon aus, dass das auch dieses Mal wieder passieren könnte. Das südkoreanische Verteidigungsministerium gibt an, dass Nordkorea derzeit den Abschuss einer ballistischen U-Boot-Rakete sowie einer Interkontinentalrakete vorbereitet. Die Erprobung von ballistischen Raketen, die je nach Bauart auch einen Atomsprengkopf befördern können, ist nach UN-Resolutionen verboten. In diesem Jahr hat das nordkoreanische Militär schon über 40 ballistische Raketen abgefeuert.

UN-Sicherheitsrat ist uneinig über Nordkoreas Verhalten

Der UN-Sicherheitsrat konnte sich noch auf keine gemeinsame Position zu dem Vorgehen Nordkoreas einigen. China, das als Nordkoreas wichtigster Partner gilt, blockierte bei einer Dringlichkeitssitzung am Mittwoch (5. Oktober) in New York eine gemeinsame Stellungnahme. Der stellvertretende chinesische Botschafter Geng Shuang machte die USA für Nordkoreas Verhalten verantwortlich. Dies begründet er damit, dass die USA auf Maßnahmen des Landes zur Denuklearisierung in der Vergangenheit nicht angemessen reagiert habe. (jo/dpa)

Mit seiner Politik schottet Kim sein Land immer weiter ab.

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