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Nordkorea setzt Raketentests fort - Japan alarmiert, USA verhängt Sanktionen

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Von: Lukas Zigo

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Menschen in Südkorea sehen eine Nachrichtensendung über die Raketentests in Nordkorea.
Menschen in Südkorea sehen eine Nachrichtensendung über die Raketentests in Nordkorea. © Seo Yu-Seok via www.imago-images.de

Von Pjöngjang aus starteten mutmaßlich zwei ballistische Kurzstreckenraketen Richtung Meer. Es ist schon der vierte Raketenstart Nordkoreas in diesem Jahr.

Seoul – Die nordkoreanische Regierung in Pjöngjang treibt seine Raketentests im neuen Jahr rapide voran. Angaben des südkoreanischen Militärs zufolge habe das nordkoreanische Regime erneut Raketentests gestartet. Es handele sich mutmaßlich um zwei „ballistische Kurzstreckenraketen“, sagte der Generalstab in Seoul. Demnach wurden sie von einem Flughafen in Pjöngjang aus in Richtung des Meers östlich der koreanischen Halbinsel abgefeuert. Sie flogen 380 Kilometer weit und erreichten eine Höhe von 42 Kilometer.

Diesen Vorfall bestätigte auch die japanische Küstenwache. Offenbar handelte es sich bereits um den vierten Raketentest seit Beginn des Jahres 2022. Nordkorea hatte erst am Freitag (14.01.2022) zwei Lenkraketen von einem Zug aus abgeschossen. Das Militär soll außerdem am 5. und 11. Januar Hyperschallraketen getestet haben.

Nordkorea: Hyperschallraketen – reale Gefahr oder politischer Bluff?

Derweil verbreitet Kim Jong-Uns neuestes Rüstungsprojekt, die Hyperschallrakete, Besorgnis – und das nicht nur bei seinen Nachbarn. Hyperschallraketen, in der Theorie, können mehr als die fünffache Schallgeschwindigkeit erreichen, während sie dabei im Flug manövrierfähig bleiben. Somit sind sie für herkömmliche Luftabwehr schwer auszumachen und abzufangen. Ob Pjöngjang dieses Level an technologischem Fortschritt jedoch tatsächlich erreicht hat, wird bezweifelt.

Dennoch, die häufigen Tests mit unterschiedlichen Technologien deuten darauf hin, dass Nordkorea „versucht, seine Technologie und seine operativen Fähigkeiten in Bezug auf verdeckte Aktionen zu verbessern“, sagte der japanische Verteidigungsminister Nobou Kishi vor Reportern.

Nordkoreas Raketentests eine Reaktion auf US-Amerikanische Sanktionen

Bereits am vergangenen Mittwoch (12.01.2022) verhängte die USA Sanktionen gegen fünf Nordkoreaner, die für das Beschaffen von Gütern für die nordkoreanische Massenvernichtungswaffen- und Raketenprogramme verantwortlich sein sollen. Der Test von Montag schien Analysten zufolge ein Versuch zu sein, den USA eine Botschaft zu senden. „Pjöngjang signalisiert, dass es die Tests trotz der Kritik fortsetzen wird“, so Hong Min vom Korea Institute for National Unification in Seoul gegenüber AFP.

International ist Nordkorea wegen seines Atom- und Raketenprogramms international seit Jahren isoliert. Bei Kritik verweist Pjöngjang stets auf sein „Selbstverteidigungsrecht“ gegen Bedrohungen, insbesondere aus den USA. (lz/afp)

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