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Nordkoreanisches Atomprogramm

USA testen Interkontinentalrakete - Signal an Nordkorea und Kim Jong-un

  • vonMirko Schmid
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Nordkorea und sein Atomprogramm stellen laut US-Militär die größte Gefahr dar. Während Kim Jong-un weiter aufrüstet, testen auch die USA eine Interkontinentalrakete. 

  • Kim Jong-un treibt das nordkoreanische Atomwaffenprogramm weiter voran. Bereits im Jahr 2017 standen die USA und Nordkorea kurz vor einer militärischen Eskalation.
  • Alle Nachrichten rund um die Diktatur von Kim Jong-un finden Sie in den Nordkorea-News.
  • News zu Kim Jong-un: Hier finden Sie alle Hintergrundinformationen über den nordkoreanischen Machthaber.

Update vom Freitag, 26.02.2021, 10.07 Uhr: Monate nachdem Nordkorea seine bislang größte Interkontinentalrakete präsentiert hatte, haben die USA mitgeteilt am Mittwoch (24.02.2021) eine Langstreckenrakete des Typs „Minuteman III“ erfolgreich getestet zu haben. Obwohl der Test der unbewaffneten Interkontinentalrakete, die von einem Stützpunkt in Kalifornien abgefeuert wurde, keinen bestimmten Bezug zu Nordkorea hatte, sehen Expert:innen den Test dennoch als ein Signal an Machthaber Kim Jong-un.

Die Plattform „NK-News“ zitiert aus einer Mitteilung der US-Armee vom Mittwoch: „Der Test zeigt, dass die nukleare Abschreckung der Vereinigten Staaten sicher, zuverlässig und wirksam ist, um die Bedrohungen des 21. Jahrhunderts abzuwehren und unsere Verbündeten zu beruhigen“. Der Colonel Omar Colbert vom 576. Flugtestgeschwader der US-Airforce sagte „NK-News“ zufolge, der Start der Interkontinentalrakete habe „ein deutliches Signal der Abschreckung in die Welt gesendet“.

Der Test der unbewaffneten „Minutemen III“-Interkontinentalrakete in Kalifornien.

US-Offizieller: Nordkorea und Kim Jong-un sind die „größte Bedrohung“ für die USA

Erstmeldung vom Donnerstag, 25.02.2021, 15.53 Uhr: Pjöngjang/Washington D.C. - Bevor Donald Trump und Kim Jong-un ihre Männerfreundschaft begannen, standen die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea kurz vor der Eskalation. Trump selbst sprach davon, dass ein Krieg kurz bevor gestanden hatte.

Doch nachdem er der ostasiatischen Diktatur mit „Feuer und Wut“ gedroht hatte und die verbale Verrohung zwischen beiden Staatsführung auf einen gefährlichen Höhepunkt zusteuerte, fanden sich der nordkoreanische Diktator und der ehemalige US-Präsident zusammen.

Mit Donald Trump geht Kim Jong-un ein strategischer Partner verloren

Kim Jong-un und Donald Trump bezeichneten sich fortan als „große Anführer“ ihrer Nationen und flirteten medial begleitet in als „Liebesbriefen“ verspotteten Korrespondenzen. Kim nutzte die Gefälligkeitsadressen aus Washington D.C. fortan, um sein Atomprogramm entgegen aller internationaler Drohungen und Sanktionen weiter voranzutreiben, was schließlich darin gipfelte, dass er im Oktober 2020, kurz vor der Präsidentschaftswahl in den USA, im Rahmen einer öffentlichen Militärparade seine bisher größte Trägerrakete präsentieren ließ.

Im August 2019 ließ Kim Jong-un in Nordkorea medial wirksam Raketenstarts testen.

Mit der Amtsübernahme durch Joe Biden, der bereits im Wahlkampf eine deutlich verschärfte Politik gegenüber Nordkorea angekündigt und anschließend hatte erklären lassen, den Druck auf die kommunistische Diktatur zu erhöhen, sieht sich der um seinen „Freund“ Donald Trump im Weißen Haus gebrachte Kim Jong-un nun gezwungen, seinerseits eine Drohkulisse aufzubauen. Dazu soll Kim laut Berichten einer UN-Sonderkommission sogar Hacker eingesetzt haben, die ihm per Internet-Kriminalität Millionen von Dollar besorgt haben sollen, um seine Vision einer einsatzfähigen Atomrakete, mit der er die USA direkt bedrohen könnte, Wahrheit werden zu lassen.

US-General Hyten warnt vor militärischer Eskalation zwischen den USA und Nordkorea

Nun schlägt General John E. Hyten, Oberbefehlshaber des United States Strategic Command und nominell im zweithöchsten Offiziersrang der US-Streitkräfte, Alarm. Das Raketenprogramm der Volksrepublik Nordkorea sei „klar auf die USA“ ausgerichtet, warnt der General: „Unsere Fähigkeit zur nationalen Raketenabwehr konzentriert sich derzeit eindeutig auf Nordkorea und nicht auf China, Russland und den Iran.“

Nordkoreanische Soldaten in der Hauptstadt Pjöngjang. (Symbolbild)

Im Rahmen eines vom Zentrum für strategische und internationale Studien (CSIS) veranstaltet Webinars bekräftigte Hyten, dass die USA sich der gegebenen Gefahr aus Ostasien anpassen müssten: „Nordkorea entwickelt seine Fähigkeiten weiter, was bedeutet, dass wir auch in der Defensive weiter vorankommen müssen.“

Der stellvertretende Vorsitzende der gemeinsamen Stabschefs der USA forderte die Vereinigten Staaten nachdrücklich auf, weiter an den Voraussetzungen zu arbeiten, eine nordkoreanische Langstreckenrakete mit einem „Abfangjäger der nächsten Generation“ abzuschießen: „Es besteht die Möglichkeit, dass sie es tatsächlich auf uns abfeuern. Und deshalb sollten wir unbedingt eine Möglichkeit schaffen, das zu verhindern.“ 

Hyten fordert die USA auf, sich auf eine Atomrakete aus Nordkorea vorzubereiten

Um den Ernst der Lage zu verdeutlichen, erinnerte Hyten an die Spannungen zwischen Donald Trump und Kim Jong-un 2017: „Ich würde jeden, der das Jahr 2017 durchlebt hat, dazu auffordern, sich mit diesem Problem zu befassen und die Augen nicht davor zu verschließen, dass eine echte Wahrscheinlichkeit gegeben ist, dass Kim Jong-un und Nordkorea tatsächlich eine ballistische Rakete gegen uns einsetzen.“ (Mirko Schmid)

Rubriklistenbild: © Chris Okula/imago

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