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Nordkorea startet neuen Marschflugkörper „von langer Reichweite“.
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Nordkorea startet neuen Marschflugkörper „von langer Reichweite“.

Atomwaffenprogramm

Nordkorea: Kim Jong-un testet neuen Marschflugkörper als „effektives Mittel zur Abschreckung“

  • Yasemin Kamisli
    VonYasemin Kamisli
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Neue Raketen trotz internationaler Sanktionen: Nordkorea testet nach eigenen Angaben eine neue Langstreckenrakete, um „feindselige Kräfte effektiv abzuschrecken“. 

Seoul – Nach Angaben von Nordkorea sollen am Samstag (11.09.2021) und Sonntag (12.09.2021) zwei Raketen einer neuen Art gestartet worden sein. Wie die amtliche Nachrichtenagentur KCNA meldete, wurde ein neu entwickelter „Marschflugkörper von langer Reichweite“ getestet. Diese nordkoreanische Raketentests seien mit Erfolg abgeschlossen worden.

Der Test des neuen Marschflugkörpers startete am Wochenende, obwohl Nordkorea wegen seines Atom- und Raketenprogramms diesbezüglich internationalen Sanktionen unterliegt.

Raketentest in Nordkorea: Neuer Marschflugkörper „von langer Reichweite“

Der Test dieser neuen Raketen sei erfolgreich gewesen: Wie die Nachrichtenagentur KCNA weiter meldete, konnten auf nordkoreanischem Land- und Meeresgebiet Ziele in 1500 Kilometer Entfernung getroffen werden. Für den Test des neuen Marschflugkörpers seien unter anderem nordkoreanische Regierungsvertreter verantwortlich gewesen – mit dem klaren Ziel, „feindselige Kräfte effektiv abzuschrecken“. Demnach sei der neue Raketentyp als „strategische Waffe“ von besonders großer Bedeutung für Nordkorea.

Die staatliche nordkoreanische Zeitung „Rodong Sinmun“ veröffentlichte Bilder einer Rakete, die in einem Feuerball aus einem von fünf Rohren aufsteigt. Die Rohre waren demnach auf einem Trägerfahrzeug installiert. Ein weiteres Bild zeigte eine Rakete in horizontaler Flugbewegung.

Atomwaffenprogramm in Nordkorea: Neuer Marschflugkörper wurde nicht sanktioniert

Bereits im März 2021 warnten die Vereinten Nationen vor Kim Jong-uns Atomwaffenprogramm. Die Auswirkungen der internationalen Sanktionen gegen Nordkoreas Atom- und Waffenprogramm zeigten sich dieses Jahr wenige Tage vor den neuen Raketentests auch in der Hauptstadt Pjöngjang. Anstatt auf der Parade zum Nationalfeiertag Raketen zu zeigen, wurden diesmal größtenteils Feuerwehrfahrzeuge und Traktoren präsentiert.

Die Sanktionen verbieten Nordkorea den Test von ballistischen Raketen, welche teilweise auch atomare Sprengköpfe tragen können. Bei den Tests der Marschflugkörper (Cruise Missiles) handelte es sich jedoch um Raketen mit permanentem eigenen Antrieb, weshalb diese nicht unter die Sanktionsbedingungen fallen. Anders als die ballistischen Raketen, fliegen Marschflugkörper in geringer Höhe und sind ferngesteuert.

Atomtests in Nordkorea: zukünftiger Umgang bleibt unklar

Aufgrund des Verbots hat Nordkorea seit dem Jahr 2017 keine Atomtests mehr ausgeführt. Auch gab es seitdem keine Tests von ballistischen Interkontinentalraketen.

Nachdem im Jahr 2019 Machthaber Kim Jong-un mit dem früheren US-Präsidenten Donald Trump über das nordkoreanische Atomprogramm geredet hat, entwickelte sich nicht mehr viel. Seitdem sind die Gespräche zwischen Nordkorea und den USA stillgelegt. Unter dem seit Beginn dieses Jahres amtierenden US-Präsidenten Joe Biden hat es bislang keine Annäherung zwischen Washington und Pjöngjang gegeben. (Yasemin Kamisli mit AFP)

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