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Nordkorea testet Interkontinentalrakete: Krisensitzung in Moskau?

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Von: Helena Gries

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Nachdem Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un eine mutmaßliche Interkontinentalrakete gezündet hat, ist ein hochrangiger Diplomat aus China zu Gesprächen nach Moskau gereist.

Moskau – Der Ukraine-Krieg* beschäftigt auch die globalen Großmächte USA* und China. US-Präsident Joe Biden* hatte vom chinesischen Präsidenten Xi Jinping* eine klare Distanzierung Pekings* von Präsident Wladimir Putin* gefordert. Ein hochrangiger Beamter der EU* hatte im Ukraine-Konflikt* sogar den Vorwurf erhoben, China liefere Waffen an Russland*.

China* gerät daher mehr und mehr unter Druck, die Invasion Russlands in der Ukraine* nicht angeprangert zu haben. Doch bislang hält sich die Führung der Volksrepublik mit klaren Bekenntnissen zurück. Wie der US-amerikanische Fernsehsender CNN berichtet, war nun jedoch ein hochrangiger chinesischer Diplomat in Moskau zu Gast, um sich mit russischen Beamten zu treffen. Bei den Gesprächen am Samstag (26.03.2022) soll auch der russische Außenminister Sergej Lawrow dabei gewesen sein.

Nordkoreas Interkontinentalraketen-Test: Chinesischer Diplomat führt Gespräche in Moskau

Der Besuch von Liu Xiaoming, Chinas Repräsentant für koreanische Angelegenheiten, folgte auf Nordkoreas* mutmaßlichen Interkontinentalraketen-Test. Am Donnerstag (24.03.2022) hatte übereinstimmenden Medienberichten zufolge der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un* eine Interkontinentalrakete zünden lassen – erstmals seit dem Jahr 2017.

Liu Xiaoming, Chinas Repräsentant für koreanische Angelegenheiten, war kürzlich in Moskau zu Gast, um mit russischen Beamten über Nordkoreas Raketentests zu sprechen. (Archivbild)
Liu Xiaoming, Chinas Repräsentant für koreanische Angelegenheiten, war kürzlich in Moskau zu Gast, um mit russischen Beamten über Nordkoreas Raketentests zu sprechen. (Archivfoto) © Martyn Wheatley/Imago Images

Nach ersten Analysen solle es sich um eine militärische Provokation handeln: Von einem Vorort Pjöngjangs habe der atomwaffenfähige Flugkörper nach Schätzungen des japanischen Verteidigungsministeriums eine Höhe von über 6000 Kilometer erreicht.

Liu Xiaoming, der viele Jahre als Botschafter Chinas in Großbritannien* tätig war, sagte via Twitter, er habe in Moskau „eingehende Gespräche über die Situation auf der koreanischen Halbinsel und internationale Angelegenheiten von gegenseitigem Interesse“ geführt. Dazu sollen laut Angaben von CNN auch erste persönliche Gespräche mit dem stellvertretenden russischen Außenminister Igor Morgulov gezählt haben.

Raketentests von Nordkorea nicht ungewöhnlich: Anzahl der Starts ist auffällig

Dass Nordkorea Raketen testet, sei nicht ungewöhnlich*. Die große Anzahl der Starts im Jahr 2022 ist jedoch auffällig. Ähnlich viele Waffen binnen so kurzer Zeit hatte Nordkorea im Jahr 2019 getestet, nachdem die Verhandlungen zwischen Machthaber Kim Jong-un und dem damals regierenden US-Präsidenten Donald Trump* gescheitert waren. (hg/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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