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Nordkorea lässt die Muskeln spielen

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Regime lässt eine ballistische Rakete abfeuern / Warnung an USA

Mit dem neuen Raketentest hat das nordkoreanische Regime um Diktator Kim Jong Un erneut seine Haltung bekräftigt, weiterhin sämtliche Verbote des UN-Sicherheitsrates zu ignorieren. Nach Angaben des südkoreanischen Militärs hat das stalinistisch regierte Land am Mittwoch eine ballistische Rakete in der Nähe der Hauptstadt Pjöngjang starten lassen.

Das möglicherweise atomwaffenfähige Geschoss soll dabei knapp 500 Kilometer weit in einer Flughöhe von bis zu 780 Kilometern in Richtung des Japanischen Meeres geflogen sein, das in Nordkorea selbst - übersetzt - „Ostmeer“ genannt wird. Japan, das sich wie Südkorea durch Pjöngjangs Waffentests bedroht fühlt, bestätigte den Raketenstart, der nicht wirklich überraschend kommt.

Kim hatte kürzlich bekräftigt, das Atomwaffenarsenal ausbauen zu wollen, „um feindliche Kräfte abzuwehren“ - das ist auf Japan, Südkorea und vor allem die USA gemünzt. Allerdings dient das Raketenprogramm auch propagandistischen Zwecken: In Schulen und Kindergärten sind Raketen Anschauungsmaterial für die vermeintliche Stärke des Landes. Der staatliche Fernsehsender berichtet in der Regel ausgiebig von solchen Raketentests. Auch in politischer Hinsicht ist es aus Pjöngjangs interner Logik heraus nachvollziehbar, zum jetzigen Zeitpunkt die Muskeln spielen zu lassen. Die USA haben angekündigt, eine Nordkorea-Resolution in den UN-Sicherheitsrat einzubringen.

Damit sollen die Sanktionen gegen Nordkorea verstärkt werden, obwohl eine einheitliche Haltung der ständigen Sicherheitsratmitglieder unwahrscheinlich ist - Russland hat Vetorecht. Ein anderer Grund könnte die bevorstehende Amtseinführung des südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk Yeol sein, der die Annäherungspolitik seines Vorgängers Moon Jae In beenden will.

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