Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Propaganda aus Nordkorea: Das Land möchte auf Twitter und Youtube der Welt die Vorzüge präsentieren.
+
Propaganda aus Nordkorea: Das Land möchte auf Twitter und Youtube der Welt die Vorzüge präsentieren. (Screenshot)

Propaganda

Nordkorea: Kim Jong-un startet neuen Versuch auf Twitter und Youtube

  • Melanie Gottschalk
    VonMelanie Gottschalk
    schließen

Vor wenigen Monaten sperrten Twitter und Youtube zwei Kanäle, die Propaganda aus Nordkorea verbreitet haben sollen. Doch Kim Jong-un gibt nicht auf.

Pjöngjang – Seit vielen Jahren arbeitet Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un an der Außendarstellung seines Landes. Vor einiger Zeit wurde deshalb auf dem Sozialen Medium Twitter der Account „coldnoodlefan“ ins Leben gerufen, der nach Recherchen des Portals NK-News aus der Feder der Firma Sogwang Media Company stammt. Das Unternehmen ist offenbar in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang ansässig und soll für Propaganda zuständig sein.

Auf dem Twitter-Profil wurden zahlreiche Videos und Bilder verbreitet, die das Leben in Nordkorea zeigen sollen. Dieselben Bilder und Videos wurden auch in dem chinesischen Twitter-Pendant Weibo verbreitet. Im September 2021 sperrte Twitter diesen Account allerdings.

Nordkorea mit Twitter-Account – und derselben Propaganda wie in der Vergangenheit

Kim Jong-un ließ sich davon wenig beeindrucken, denn ungefähr zur selben Zeit, als Twitter „coldnoodlefan“ sperrte, erschien bereits ein neuer Account, „Mokran_Tweet“. Dieses neue Profil folgt offenbar denselben Regeln wie die Seite „coldnoodlefan“ und gehört laut NK-News zu einer Propaganda-Aktion Nordkoreas. Für „Mokran_Tweet“ wurde das Gesicht ausgetauscht, Un A, der laut NK-News in der Vergangenheit als „neues Propaganda-Gesicht Nordkoreas“ gefeiert wurde, wurde durch eine Frau, Jin Hui, ersetzt. Sie ist sowohl auf der Twitter-Seite, als auch auf dem Youtube-Kanal zu sehen, der im August 2021 ins Leben gerufen wurde.

Jin Hui erschien laut NK-News 2020 erstmals in Videos der Firma Sogwang, in denen sie Russisch sprach. Ihr Bild wurde nun in den Sozialen Medien als Profilbild eingesetzt, um die Accounts zu personalisieren. Kim Jong-un forderte vor einem Jahr eine Verbesserung der Außendarstellung Nordkoreas, Sogwang reagierte mit den neuen Accounts in den Sozialen Medien.

Nordkorea: Propaganda auf Twitter und chinesischem Pendant Weibo

Doch wie bereits bei dem Account „coldnoodlefan“ betreibt Jin Hui offenbar auch „Mokran_Tweet“ nicht alleine. NK-News hat vor einigen Monaten eine Verbindung zwischen dem Weibo-Account und Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang hergestellt. Vor wenigen Tagen nun tauchte sowohl beim chinesischen Twitter-Pendant Weibo als auch auf dem Twitter-Kanal „Mokran_Tweet“ das Bild eines Kindes auf, das im Schnee spielt. Ein stichhaltiger Hinweis dafür, dass auch die Twitter-Seite von der Firma Sogwang betrieben wird und somit auch als Propaganda gewertet werden kann.

Zudem folgt der Twitter-Account „Mokran_Tweet“ laut NK-News denselben Propaganda-Regeln Pjöngjangs, die schon seit vielen Jahren bekannt sind. Es werden Bilder von glücklichen Kindern und gefüllten Regalen in Supermärkten und im Einzelhandel gezeigt. All das Dank der Partei der Arbeit Koreas und Kim Jong-un. Auch der Kult rund um die Familie des Machthabers wird immer wieder herausgestellt. Am Ende ist immer die Nachricht an die englisch und chinesisch sprechende Welt einfach und klar: Kim Jong-un und die Partei der Arbeit Koreas regieren das beste System der Welt, dass die anderen Staaten übernehmen sollten. (msb)

Vor zehn Jahren starb Nordkoreas ehemaliger Machthaber Kim Jong-il. Sein Sohn Kim Jong-un ordnete deshalb eine elftätige Trauerzeit an, in der die Bürger:innen nicht lachen, keinen Alkohol konsumieren und keinen Freizeitaktivitäten nachgehen dürfen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare