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Nordkorea feuert wieder Rakete ab – Kampfflugzeuge an der Grenze zu Südkorea

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Von: Helena Gries, Daniel Dillmann, Nail Akkoyun, Stefan Krieger

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Die Lage auf der koreanischen Halbinsel ist angespannt wie seit Jahren nicht mehr. Kim Jong-un lässt erneut Raketen abfeuern.

Update vom 13. Oktober, 5.20 Uhr: Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs erneut eine Rakete abgefeuert. Die Kurzstreckenrakete sei in der Nacht auf Freitag nahe der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang in Richtung des Japanischen Meeres (koreanisch: Ostmeer) geschossen worden, meldete die Agentur Yonhap unter Berufung auf den südkoreanischen Generalstab. Sie habe bei einer maximalen Flughöhe von 50 Kilometern eine Distanz von rund 700 Kilometern zurückgelegt.

Der Raketenstart wurde zudem von rund 170 Artilleriegeschossen begleitet, die das nordkoreanische Militär entlang der sogenannten maritimen Pufferzonen rund um die innerkoreanischen Grenze abgefeuert hatte. 140 Schüsse sollen demnach in Richtung des Gelben Meeres nach Westen, weitere 30 in Richtung des Japanischen Meeres nach Osten abgeschossen worden sein. Kurz zuvor hatte Nordkorea laut Angaben des südkoreanischen Generalstabs mehr als zehn Kampfflugzeuge nahe der innerkoreanischen Grenze fliegen lassen, woraufhin das südkoreanische Militär ebenfalls mit der Entsendung mehrerer Kampfflugzeuge reagierte, darunter auch Tarnkappenflieger.

Nordkorea: Kim Jong-un beaufsichtigt Tests persönlich

Update vom 13. Oktober, 5.20 Uhr: Nordkorea hat Medienberichten zufolge zwei strategische Marschflugkörper mit großer Reichweite getestet. Staatschef Kim Jong-un zeigte sich „sehr zufrieden“ mit den Tests, berichtete der nordkoreanische Staatssender KCNA am Donnerstag. Demnach sollten die Tests die Effizienz der Raketen erhöhen, die „in den Einheiten der koreanischen Volksarmee für den Einsatz taktischer Atomwaffen bereitgestellt werden“, hieß es.

Kim beaufsichtigte am Mittwoch persönlich die Tests der Marschflugkörper, die nach Angaben der Zentralen Koreanischen Nachrichtenagentur 2000 Kilometer über dem Meer flogen. Sie hätten ihre Ziele getroffen, hieß es. Im Anschluss an die Tests sagte Kim, Nordkorea müsse „den Einsatzbereich der strategischen Nuklearstreitkräfte erweitern“, berichtete KCNA.

Diktator Kim Jong-un begutachtet den Flug von nordkoreanischen Kampfjets. (Archivbild)
Diktator Kim Jong-un begutachtet den Flug von nordkoreanischen Kampfjets. (Archivbild) © str/afp

Nordkorea mit siebtem Raketenstart innerhalb von zwei Wochen

Update vom Sonntag, 9. Oktober, 09 Uhr: Nordkorea hat in der Nacht zum Sonntag (9. Oktober) erneut zwei weitere ballistische Raketen abgefeuert. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP und beruft sich dabei auf Angaben des südkoreanischen Generalstabs. Die Raketen seien demnach vom Südosten des Landes in Richtung Japanisches Meer abgeschossen worden. Auch das Büro des japanischen Ministerpräsidenten bestätigte laut der Nachrichtenagentur Kyodo den erneuten Abschuss mindestens einer nordkoreanischen Rakete.

Der siebte Raketenstart binnen zwei Wochen erfolgte vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen wegen US-geführter Militärübungen in der Region. „Während wir unsere Überwachung und Wachsamkeit stärken, behält unser Militär seine ständige Bereitschaft in enger Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten bei“, erklärte der südkoreanische Generalstab laut der Nachrichtenagentur Yonhap.

Am Dienstag hatte Pjöngjang erstmals seit fünf Jahren eine Mittelstrecken-Rakete über Japan hinweg abgefeuert. Die Regierung in Tokio hatte ihre Bürger in zwei nördlichen Regionen aufgerufen, in Gebäuden oder Kellern Schutz zu suchen. Der Test löste international Empörung aus.

Nordkorea: Kim Jong-un lässt erneut Raketen abfeuern

+++ 20.00 Uhr: Nordkorea hat seine Serie von Raketentests fortgesetzt. Wie die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das südkoreanische Militär am Samstag (Ortszeit: Sonntag) berichtete, habe Nordkorea zwei ballistische Raketen in Richtung des Japanischen Meeres abgefeuert. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt.

Es ist bereits das siebte Mal innerhalb der letzten zwei Wochen, dass Nordkorea Raketentests durchgeführt hat. Am vergangenen Dienstag hatte das Land zudem erstmals seit fünf Jahren eine Mittelstreckenrakete über die japanische Inselgruppe fliegen lassen. Der jüngste Raketenstart erfolgte nur wenige Stunden nach der Beendigung eines Seemanövers von südkoreanischen und US-amerikanischen Streitkräften am Samstag. An der Militärübung hatte auch der nukleargetriebenen Flugzeugträger „USS Ronald Reagan“ teilgenommen. 

Nordkorea: Kim Jong-un sieht sich von den USA bedroht

Update vom Samstag, 8. Oktober, 06.45 Uhr: Nordkorea hat seine jüngsten Raketentests als Verteidigungsmaßnahme gerechtfertigt. Sie seien ein Schritt zur Selbstverteidigung, um die Sicherheit des Landes und den Frieden in der Region vor den militärischen Bedrohungen der USA zu schützen, die seit mehr als einem halben Jahrhundert andauerten, teilte die nordkoreanische Luftfahrtbehörde nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA am Samstag mit.

Das wegen seines Raketenprogramms bereits mit massiven Sanktionen belegte Pjöngjang hatte in den vergangenen zwei Wochen sechsmal Raketenstarts durchgeführt, zuletzt am Donnerstag. Südkorea, Japan und die USA hatten ihre gemeinsamen Militärübungen daraufhin als Reaktion auf die nordkoreanischen Raketentests verstärkt.

Nordkorea: Kim Jong-un setzt Raketentests fort

Update vom Freitag, 7. Oktober, 07.15 Uhr: Ungeachtet starker Proteste hat Nordkorea seine Serie von Raketentests fortgesetzt. Das südkoreanische Militär teilte mit, Nordkorea habe am Donnerstag (6. Oktober) erneut zwei ballistische Kurzstreckenraketen in Richtung des Japanischen Meeres (koreanisch: Ostmeer) abgefeuert, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Die Geschosse seien bei der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang gestartet worden. Die eine sei bei einer maximalen Höhe von 80 Kilometern 350 Kilometer weit geflogen, die andere 800 Kilometer bei einer maximalen Höhe von 60 Kilometern. 

Nordkorea: Kim Jong-un schickt Kampfjets an die Grenze zum Süden

Erstmeldung vom 06.10.2022: Seoul - Nordkorea hat zwölf Kampfflugzeuge über die Grenze zu Südkorea fliegen lassen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP und beruft sich dabei auf Angaben der südkoreanischen Regierung in Seoul. Der Süden habe daraufhin 30 eigene Kampfflugzeuge in Alarmbereitschaft versetzt. Die Sichtung der Kampfjets Nordkoreas erfolgte nur wenige Stunden, nachdem Diktator Kim Jong-un zwei ballistische Raketen in das Meer vor der Halbinsel hatte fliegen lassen.

Laut der AFP bestand das Geschwader Nordkoreas aus acht Kampfjets und vier Bomber. Man gehe davon aus, dass Nordkorea mit den Flugzeugen verschiedene Übungen absolviert habe, die Angriffe von Bodenzielen aus der Luft beinhalteten. Die Flugzeuge hätten sich dem südkoreanischen Luftraum bis auf wenige Kilometer genähert. Es habe keine Auseinandersetzungen zwischen Maschinen aus dem Norden und dem Süden gegeben, so ein Militärsprecher gegenüber der AFP.

Es ist nicht das erste Mal, dass Nordkorea Flugzeuge nahe der Grenze habe fliegen lassen. Allerdings seien bei bisherigen Vorfällen dieser Art nie so viele Flugzeuge im Einsatz gewesen. Das berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

Nordkorea: Kim Jong-un testet Raketen auf Rekordniveau

Das Manöver der Kampfjets ist der vorläufige Höhepunkt einer Reihe an Provokationen aus dem Reich von Diktator Kim Jong-un. Anfang der Woche hatte Nordkorea eine Rakete über Japan fliegen lassen. Die USA hatten als Reaktion darauf einen Flugzeugträger und zahlreiche Begleitschiffe in die Meerstraße zwischen der koreanischen Halbinsel und Japan geschickt. Nordkorea wiederum sah das als Provokation an und feuerte am Donnerstagmorgen (MEZ) zwei weitere ballistische Kurzstreckenraketen in die Gewässer östlich des Landes.

Seit mehreren Jahren sorgt Nordkorea mit Raketentests für Spannungen in der Region. In diesem Jahr erreichten die Tests einen neuen Rekord. Insgesamt feuerte das Land bereits 40 ballistische Flugkörper ab. Experten befürchten, dass Kim Jong-un noch in diesem Jahr auch Atomwaffentests durchführen wird. Die letzten Versuche dieser Art fanden 2017 statt. (dil/skr/nak/hg/afp/dpa)

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