Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Satellite view of North Korea highlighted in red on planet Earth with clouds during sunrise. 3D illustration. Elements of this image furnished by NASA. (Harlekino)
+
Bilder wie diese von Nordkorea sollen bald Kim Jong-uns eigene Satelliten machen.

Weltraum

Nordkorea: Kim Jong-un will jetzt Satelliten ins All schießen lassen

  • Alexander Seipp
    VonAlexander Seipp
    schließen

Corona, Hungersnöte, Wirtschaftskrise: Für Nordkoreas Machthaber Kom Jong-un kein Thema. Er will lieber einen Satelliten ins All schießen. Und zwar bald.

Pjöngjang – Das Raumfahrtprogramm von Nordkorea macht weiterhin große Fortschritte. Dies will zumindest ein Bericht des staatlichen Mediendienstes Naenara Glauben machen, über den die südkoreanische NK-News berichtet. Demnach nehmen die Angestellten des Programms derzeit an Auffrischungskursen an großen Universitäten des Landes teil, um sich auf neue Herausforderungen vorzubereiten. Weshalb diese „Auffrischungen“ nötig sind, wenn die Mitarbeiter:innen des Raumfahrtprogrammes doch permanent an Raketen und Satelliten arbeiten, wird nicht mitgeteilt.

Nach dem Abschluss dieser Auffrischungen sollen die Mitarbeiter:innen des Raumfahrtprogrammes Pläne zur Verbesserung ihrer Einheiten entwerfen, so ein nordkoreanischer Offizieller. Dies zeige, wie „innovativ“ das Land sei. Während große Teile seines Landes hungern, die Wirtschaft auf Talfahrt ist und auch die Coronapandemie das Land nicht verschont, lässt der nordkoreanische Staatsführer Kim Jong-un also lieber Raketen bauen.

Nordkorea: Satellit als Symbol staatlicher Propaganda

Lange ist das Raumfahrt-Programm des nordostasiatischen Pariastaates noch nicht offiziell, seit zwei Jahren wird dessen Rolle jedoch in der staatlichen Propaganda des Staates immer wieder herausgestellt, etwa auch im Rahmen von Aufführungen. Während der Verhandlungen Kims mit dem damaligen US-Präsident Donald Trump, hatte das Land seine Raumfahrtaktivitäten noch zu verbergen versucht. Trump hatte Kim damals wegen seiner Faszination für Raketen als „litte rocket man“ bezeichnet.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un.

Bereits im Januar hatte Kim angekündigt, dass sein Land Forschungen an einem Militärsatelliten zur Aufklärung abgeschlossen hatte. Kim hatte vor kurzem bei einem Parteikongress angekündigt, dass „in der nahen Zukunft“ ein funktionsfähiger und einsatzbereiter Satellit zu erwarten sei. Wie lange es allerdings bis dahin dauern wird, ist aktuell noch unklar. Das nominell kommunistische Land besitzt an der Nordwestküste eine Satellitenstartstation, dort sind jedoch auf Satellitenbildern keine Aktivitäten zu beobachten, berichtet NK-News. Gleiches gilt für die mögliche Startstation an der Ostküste.

Reaktionen auf Satellit aus Nordkorea: Es wird erneut Sanktionen geben

Sollte Nordkorea einen Satellitenstart planen gilt es als wahrscheinlich, dass es diesen zuvor ankündigen wird, wie es das Land 2016 beim Start von „Kwangmyongsong-4“ getan hatte, vermutet NK-News. Damals hatte Nordkorea internationalen Behörden erst vier Tage vor dem bevorstehenden Start berichtet. Erst im März hatte Nordkorea Raketen getestet.

Die internationalen Reaktionen werden sich diesmal wohl wenig von denen von 2016 unterscheiden. Damals hatten neben den USA und vielen westlichen Ländern selbst nominelle Verbündete des Staates wie Russland und China gegen den Satellitenstart positioniert. Die USA vermuteten dabei sogar den verdeckten Test einer Langstreckenrakete. Es folgten harte Sanktionen des Landes, die insbesondere die Luft- und Raumfahrtbranche zum Ziel hatten und es Nordkorea erneut erschwerten, von außen Hilfe zu erhalten. Aufgrund der sich seit dem Amtsbeginn von Joe Biden noch verschlechterten Beziehungen zu den USA, sind weitere Sanktionen gut vorstellbar. (Alexander Seipp)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare