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Raketentest in Nordkorea

Südkorea antwortet mit eigener Rakete auf Kim Jong-uns Provokation

  • VonMax Schäfer
    schließen

Das Regime von Kim Jong-un setzt unbeirrt seine Raketentests fort. Die Antwort aus Südkorea folgt prompt.

  • Nordkorea testet zwei ballistische Raketen.
  • Es ist bereits der zweite Raketentest innerhalb einer Woche.
  • Südkorea reagiert mit dem Test einer neuen Technologie.

+++ 13:16 Uhr: Wenige Stunden nach dem nordkoreanischen Raketenabschuss feuerte auch Südkorea eine Rakete ab. Dabei handelte es sich nach Regierungsangaben um den Test einer U-Boot-gestützten ballistischen Rakete. Sie wurde vom neuen U-Boot „Ahn Chang-ho“ und soll wie vorgesehen ihr Ziel getroffen haben.

Südkorea ist damit das siebte Land weltweit, das über diese Technologie verfügt. Fachleute schätzen die Rakete als wichtigen strategischen Vorteil Südkoreas gegen Nordkorea ein. Südkorea verfüge damit über eine „ausreichende Abschreckung, um jederzeit auf Provokationen Nordkoreas zu reagieren“, sagte Präsident Moon Jae-in nach dem südkoreanischen Raketentest.

Südkorea reagiert auf den Raketentest Nordkoreas und erprobt eine neue U-Boot-gestützte Technologie. (Archivfoto)

Nordkorea testet neue Raketen - Lage auf Halbinsel angespannt

Erstmeldung vom Mittwoch, 15.09.2021, 10.28 Uhr: Pjöngjang/Soul – Nach Raketentests am vergangenen Wochenende hat Nordkorea erneut zwei ballistische Raketen abgefeuert. Sie seien am Mittwoch (15.09.2021) im Landesinneren gestartet worden, berichtet das südkoreanische Militär. Ziel war das Meer östlich der koreanischen Halbinsel. Südkoreanische und US-amerikanische Geheimdienste arbeiten an detaillieren Analysen. Zur Reichweite der Raketen machte Südkorea keine Angaben.

Im Gegensatz zu Marschflugkörpern verbieten UN-Resolutionen der selbst erklärten Atommacht Nordkorea die Erprobung ballistischer Raketen, die je nach Bauart auch atomare Sprengköpfe tragen können.

Nordkorea: Raketentests sollen Druck auf China erhöhen

Der Raketentest fand zeitgleich mit einem Besuch des chinesischen Außenministers Wang Yi in Seoul statt. Dieser war zu Gesprächen mit Präsident Moon Jae-in nach Südkorea gereist, um über den diplomatischen Umgang mit Nordkoreas Nuklearprogramm zu sprechen. Analyst:innen gehen deshalb davon aus, die Tests seien ein Signal an Peking. China gilt als wichtigster diplomatischer Verbündeter und Handelspartner Nordkoreas.

Nordkorea wolle durch den Raketenabschuss seine Vormachtstellung auf der Halbinsel demonstrieren, schätzt Nordkorea-Experte Yang Moo Jin die Situation ein. Auch er spricht davon, dass es sich dabei um eine indirekte Botschaft an China handelt. Die chinesische Regierung solle die koreanische Halbinsel als zentrales Thema auf ihre Agenda setzen. Japans Premierminister verurteilte die Raketentests. Sie seien eine Gefahr für den Frieden und die Sicherheit in der Region.

Nordkorea: Zweiter Raketentests innerhalb einer Woche

Bereits am Samstag (11.09.2021) und Sonntag (12.09.2021) hatte Nordkorea neuartige Raketen mit hoher Reichweite getestet. Das hatte die amtliche Nachrichtenagentur KCNA gemeldet. Die Raketen hätten Ziele in 1500 Kilometern Entfernung getroffen. Nordkorea wollte durch die Tests „feindselige Kräfte abschrecken“.

Gebannt verfolgen die Menschen in Südkorea die Meldungen von erneuten Raketentests des Nordens.

Wegen des Atom- und Raketenprogramms unterliegt Nordkorea internationalen Sanktionen. Die diplomatischen Beziehungen ruhen zwischen den USA und Nordkorea ruhen seit dem Gipfeltreffen von Machthaber Kim Jong-un und dem damaligen Präsidenten Donald Trump im Jahr 2019. Die Verhandlungen sind ins Stocken geraten, weil die USA eine Forderung Nordkoreas nach umfassender Lockerung der Sanktionen im Gegenzug für eine Demontage einer in die Jahre gekommenen Atomanlage ablehnte.

Mit der Regierung unter Führung von Joe Biden gibt es derzeit keine Verhandlungen. Fachleute gehen daher davon aus, dass die Raketenabschüsse auch Druck auf die USA ausüben sollen. (Max Schäfer mit afp)

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