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Nordkorea schießt Satellit voll „mit Kim Jong-Uns Liebe“ ins All

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Von: Nail Akkoyun

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Nordkorea: Machthaber Kim Jong-Un will das eigene Land zur „Weltraummacht“ aufsteigen sehen. (Archivfoto)
Nordkorea: Machthaber Kim Jong-Un will das eigene Land zur „Weltraummacht“ aufsteigen sehen. (Archivfoto) © dpa/KCNA

Angesichts des Jubiläums eines Satellitenstarts propagiert Nordkorea die vergangenen Erfolge. Kim Jong-Un will das Land schon bald als „Weltraummacht“ sehen.

Pjöngjang – Die Luft- und Raumfahrtentwicklung in Nordkorea werde schon bald „die Welt überraschen“, hieß es in einer nationalen Radioübertragung am Montagmorgen (07.02.2022). Genau sechs Jahre, nach dem letzten Satellitenstart des abgeschotteten Landes.

Der Report des Staatssenders Korean Central Broadcasting Station (KCBS) besteht aus reichlich lobenden Worten für den im Jahr 2016 vollzogenen Start des Kwangmyongsong-4-Satelliten sowie jeder Menge Staatspropaganda. Interessant ist jedoch das Timing: Erst am 30. Januar 2021 schoss Nordkorea eine Rakete mit enormer Reichweite ab.

Nordkorea: „Kim Jong-Uns Liebe als Treibstoff der Trägerrakete“

„Der Weg zur Eroberung des Weltraums wird sowohl heute als auch morgen weitergehen, und die heroische Legende der [DVRK], die die Welt auf diesem Weg überrascht, entwickelt sich unaufhörlich weiter“, sagte Yun Sun Yong, Offizieller des nordkoreanischen Wissenschaft- und Technikkomitees, gegenüber dem Staatssender. Der KCBS-Bericht liegt nknews.org vor.

Yun zufolge sei „die Liebe und das Vertrauen“ von Kim Jong-Un „der Treibstoff der Trägerrakete geworden“. Pak Jun Chol, ein weiteres Komitee-Mitglied, betonte, dass nur Kims Führung die Entwicklung des Kwangmyongsong-4-Satelliten ermöglicht habe. Trotz „Schwierigkeiten“ habe man bei der jahrelangen Entwicklung ausschließlich landeseigene Technologie verwendet. Einem Bericht der Pyongyang Times zufolge hofft Kim Jong-Un jetzt darauf, dass Nordkorea schon bald zu einer „Weltraummacht“ aufsteigt.

Weltraumforschung: Nordkorea beteuert rein friedliche Absichten

Aus Nordkorea heißt es seit Jahren, dass die Satellitenstarts rein friedlichen Zwecken dienen sollen. Auf dem Parteitag im Januar 2021 soll Kim Jong-Un seinen Gefolgsleuten allerdings eine „Wunschliste“ präsentiert haben, auf denen auch militärische Aufklärungssatelliten vermerkt gewesen sein sollen. Internationale Beobachter:innen erklärten darüber hinaus, dass die scheinbar friedlichen Bemühungen rund um die Weltraumtechnologie schlussendlich auch nur der Entwicklung von Langstreckenraketen dienen könnten.

Der UN-Sicherheitsrat droht Mitgliedsstaaten bereits seit einigen Jahren mit Sanktionen, falls diese Treibstoffe oder seltene Mineralien nach Nordkorea exportieren sollten. Zudem ist Nordkorea eine technologische Zusammenarbeit mit UN-Staaten gänzlich untersagt – selbst, wenn es dabei tatsächlich „nur“ um die Raumfahrt gehen sollte.. (nak)

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