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Auf diesem von der Regierung von Nordkorea zur Verfügung gestellten Foto winkt Kim Jong-un (m.), Machthaber von Nordkorea, den Teilnehmern einer Militärparade zu.
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Seit zehn Jahren in Nordkorea an der Macht: Kim Jong-un lässt sich feiern. (Archivfoto)

Diktator

Nordkorea: Kim Jong-un hält sich seit zehn Jahren an der Macht

  • VonLucas Maier
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Die Corona-Pandemie hat Kim Jong-un und Nordkorea stark eingeschränkt. Wie wird der Machthaber sein Land in den kommenden Jahren führen?

Pjöngjang – Ein Herzinfarkt beendet vor genau 10 Jahren abrupt die Herrschaft von Kim Jong-il. Sein jüngster Sohn Kim Jong-un übernahm den Platz an der Spitze von Nordkorea.

Mit der Machtübernahme durch Kim Jong-un prophezeiten viele Beobachter den Fall des Regimes. Victor Cha, der ehemalige Direktor für Asien-Angelegenheiten im Weißen Haus, sagte damals in der New York Times sogar voraus, dass Nordkorea zu einer Provinz von China „verkommen“ werde.

Zehn Jahre Kim Jong-un: Viele hatten das Ende Nordkoreas prophezeit

Im Jahr 2011 stand Cha mit dieser Sicht nicht allein. Viele Beobachter von Nordkorea prophezeiten dem Regime unter der Führung von Kim Jong-un eine düstere Zukunft. Doch es kam anders: Heute kann Kim Jong-un auf zehn Jahre an der Macht zurückblicken.

Der heute 37-jährige Staatsführer Nordkoreas machte mit drakonischem Vorgehen klar, dass durch den Tod seines Vaters keinesfalls ein Machtvakuum entstanden ist. Der junge Diktator machte dabei auch vor seinen engsten Vertrauten nicht Halt. Im Jahr 2013 ließ er seinen Onkel und Mentor Jang Song Thaek hinrichten. Ihm wurden Umsturzabsichten vorgeworfen. Der Halbbruder von Kim Jong-un, Kim Jong-Nam wurde im Jahr 2017 im Exil mit dem Nervengift VX getötet. Nordkorea weist die Verantwortung für den Mordanschlag am Flughafen in Kuala Lumpur von sich. Ob dies zutrifft, ist allerdings umstritten.

Atommacht Nordkorea: Kim Jong-un hebt Militärmacht auf eine neue Ebene

Die atomare Aufrüstung hat unter Kim Jong-un ein neues Level erreicht. Laut Medienberichten gab es in den letzten zehn Jahren viermal so viele Raketentests wie in der Zeit zwischen dem Koreakrieg und dem Tod seines Vaters. Also zwischen 1953 und dem Jahr 2011.

Alle Drohungen und Treffen mit dem ehemaligen Präsidenten der USA, Donald Trump, konnten den Diktator, wenn überhaupt, nur kurz bremsen. Dabei ist er der erste Diktator Nordkoreas, der sich mit einem US-Präsidenten getroffen hat. Ähnlich ergebnislos verliefen auch die Treffen mit anderen Machthabern, wie Vladimir Putin, Moon Jae-In oder Xi Jinping.

Wie geht es weiter unter Kim Jong-un? Weitere Aufrüstung in Nordkorea erwartet

In den ersten zehn Jahren hat der junge Diktator also nicht nur seine Autorität ausgebaut und verteidigt, sondern auch diplomatisch Härte gezeigt. Doch wie geht es weiter mit dem in Nordkorea angeblich als „Kimjongunismus“ bezeichneten Regierungsstil?

Experten gehen derzeit von einer Ausweitung des Atomprogramms in Nordkorea aus. Der aktuelle Stopp der Waffentests seit Oktober 2021 wird von vielen mit Olympia 2022 in Verbindung gebracht. Die internationale Atomenergie (IAEA) Behörde berichtet unter anderem von der Wiederaufnahme des Betriebes im wichtigsten Nuklearkomplex Nordkoreas (Yongbyon). Laut CNN werden unter Kim Jong-un Entwicklungen in folgenden Bereichen erwartet:

  • taktische Atomwaffen
  • Hyperschallraketen
  • Interkontinentalraketen mit festem Treibstoff
  • U-Boot mit Nuklearbetrieb
  • nukleare strategische Unterwasserwaffen

Nordkorea hat Hunger: Nahrungsmittel während Corona Mangelware 

Während der Diktator weiter am Ausbau seiner militärischen Macht feilt, nimmt die Hungersnot im Land weiter zu. Das Coronavirus verstärkt diese ebenfalls. Seit dem Beginn der Pandemie sind die Grenzen Nordkoreas geschlossen.

Das hat sowohl negative Effekte auf den Handel als auch auf humanitäre Hilfsgüter, wie CNN berichtet. Südkorea attestiert dem Regime von Kim Jong-un eine chronische Nahrungsmittelknappheit von rund einer Million Tonnen. Wie Kim Jong-un mit der Situation im Land weiter umgeht, bleibt abzuwarten. (Lucas Maier)

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