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Nordkorea

Kim Jong Un auf seiner 80 Meter Luxusyacht unterwegs

  • VonDavid Suárez Caspar
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Kim Jong Un macht „anti-sozialistischen Praktiken“ eine Kampfansage. Aber ein wenig Luxus möchte sich der Machthaber von Nordkorea doch nicht entgehen lassen.

Wonsan - Kim Jong Un besitzt eine 80 Meter lange private Luxusyacht, die am Montag (24.05.2021) auf Satellitenaufnahmen wieder aufgetaucht ist. Während der nordkoreanische Führer einen „kompromisslosen Kampf“ gegen „anti-sozialistische“ Elemente angekündigt hatte, wurde der „schwimmende Freizeitpark“ in Richtung der Familienvilla der Kims im nordkoreanischen Wonsan gezogen. Das berichtet das südkoreanische Nachrichtenportal NK News. Angeblich liefere die Luxusyacht Anhaltspunkte zum Aufenthaltsort des Alleinherrschers von Nordkorea.

Die überdimensionale Yacht besitzt Wasserrutschen, einen Pool in Olympia-Maßstäben sowie ein mehrstöckiges Loungeareal. Eine Menge Luxus für jemanden, der erst diese Woche in einem Brief an die Teilnehmenden eines Treffens von Arbeiterorganisationen sagte: „Der Kampf gegen die anti-sozialistischen und unsozialistischen Praktiken ist ein Kampf auf Leben und Tod, um die Reinheit der Arbeiterklasse und die Lebensader unseres Sozialismus zu verteidigen“, berichtete die staatstreue Korean Central News Agency.

Nordkorea: Kim Jong Un warnt vor „schlimmsten Situation aller Zeiten“

Kim Jong Uns Kampfansage an die „antisozialistische und unsozialistischen Praktiken“ beziehe sich wahrscheinlich auf Bürger:innen, die dem Kapitalismus nachgehen oder die Kim als eine Bedrohung für die Herrschaft seiner Familie sehe, berichtet die britische Zeitung The Independent. Kim Jong Uns eigene Interpretation von Sozialismus spricht für sich: Neben der kürzlich aufgetauchten Luxusyacht sollen noch drei weitere Boote im selben Maßstab sowie mehrere Luxusvillen im Familienbesitz sein, wie NK News mitteilt.

Dieses von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA am 24.03.2021 zur Verfügung gestellte Foto zeigt Kim Jong Un (l), Machthaber von Nordkorea, während einer Zeremonie zum Spatenstich für den Bau von 10.000 Wohneinheiten.

Laut Kim Jong-un befindet sich Nordkorea in der „schlimmsten Situation aller Zeiten“. Der ohnehin eingeschränkte Außenhandel ist durch die Corona-Krise noch mehr beeinträchtigt. Die von den USA verhängten Sanktionen und Naturkatastrophen taten ihr Übriges. Kim rief deshalb zu einer stärkeren Einheit im eigenen Land auf und forderte die Vereinigten Staaten auf, ihre Feindseligkeit gegenüber Nordkorea aufzugeben, eine offensichtliche Anspielung auf die Sanktionen. Er warnte, dass er sein Atomwaffenarsenal vergrößern würde, wenn die Feindseligkeit der USA anhält, berichtet die Korean Central News Agency.

Entgegen der Erwartungen von Kim Jong Un werden die USA und Südkorea weiterhin auf die Denuklearisierung des Landes pochen. Während eines Gipfeltreffens zwischen Biden und dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in in der vergangenen Woche sagten die beiden Staatsoberhäupter in einer gemeinsamen Erklärung, dass die Überprüfung der Nordkorea-Politik der Biden-Administration "einen kalibrierten und praktischen Ansatz verfolgt. Man bleibe offen für Diplomatie und werde diese ausloten. Dabei betonten sie auch ihr gemeinsames Engagement für "die vollständige Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel." (David Suárez Caspar)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/KCNA

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