Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Lebensmittel knapp

Nordkorea droht Hungersnot – Kim Jong-un hat eine Erklärung parat

  • Marvin Ziegele
    VonMarvin Ziegele
    schließen

Die Lebensmittel in Nordkorea werden knapp. Machthaber Kim Jong-un nennt es zumindest ein „Problem“.

Pjöngjang — Nordkorea könnte vor einer neuen Hungersnot stehen. Machthaber Kim Jong-un hat eingestanden, dass die Situation ernst und die Lebensmittelversorgung in seinem Land „angespannt“ sei, wie die New York Times berichtet. Nun kündigte Kim Jong-un nicht näher definierte „Maßnahmen“ an, um das „Problem“ der Lebensmittelversorgung in Nordkorea „zu lösen“.

Als Grund für die Lebensmittelknappheit führte Kim Jong-un unter anderem die Taifunsaison an. „Die Lebensmittelsituation der Menschen wird jetzt angespannt, weil der landwirtschaftliche Sektor wegen der Schäden durch Taifune letztes Jahr seinen Plan zur Getreideproduktion nicht einhalten konnte.“

Nordkorea: Abschottung führt zu Lebensmittelknappheit

Auch die strikten Direktiven zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Nordkorea sollen die Versorgungslage überlastet haben. Als Maßnahme im Kampf gegen das Coronavirus schottete Nordkorea die Grenzen zu den benachbarten Staaten ab, was die Lieferung von Lebensmitteln deutlich erschwerte.

Machthaber Kim Jong-un hat eine schlechte Versorgungslage in Nordkorea eingeräumt.

Einige Familien in Nordkorea sollen bereits damit begonnen haben, Möbel zu verkaufen, um Geld für Lebensmittel zu haben, zitiert die Times den Chefredakteur der Asia Press International. Die Zahl von obdachlosen Kindern, die auf der Suche nach Essen wären, würde ebenfalls steigen.

Lebensmittelknappheit in Nordkorea: UN teilt Kim Jong-uns Erklärung nicht

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) rechnet mit einem Defizit von 860.000 Tonnen von benötigten Lebensmitteln. Schätzungen südkoreanischer Experten zufolge werden Nordkorea im Jahr 2021 sogar 1,2 bis 1,3 Millionen Tonnen Nahrungsmittel für eine ausreichende Versorgung fehlen. Beobachter schätzen die Situation als kritisch ein, vergleichen die aktuelle Lage aber nicht mit vergangenen Hungersnöten in Nordkorea.

Die Lebensmittelversorgung in Nordkorea ist gefährdet. Dem Land droht eine Hungersnot. (Archivbild)

In den 1990er-Jahren erlebte Nordkorea eine große Hungersnot, die hunderttausende Menschenleben kostete. Damals galten Ernteausfälle, die Misswirtschaft der frischen Regierung unter Kim Jong-il und die Einstellungen von Hilfszahlungen aus dem Ausland als Kernprobleme der Hungersnot.

Laut dem Bericht der FAO über die aktuelle Lage in Nordkorea seien die von Kim Jong-un aufgezeigten Witterungsbedingungen nicht Schuld an der drohenden Lebensmittelknappheit. Stattdessen führt die Organisation die mangelnde Bereitschaft Nordkoreas, Hilfslieferungen internationaler Organisationen anzunehmen, als Hauptgrund für die derzeitige Lage an. (Marvin Ziegele)

Rubriklistenbild: © STR / KCNA VIA KNS / AFP

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare